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Preisträger der Henning von Burgsdorff-Stiftung 2005

Der Vorstand der Stiftung hat entschieden, für das Jahr 2005 zwei Einsendungen zu prämieren, und zwar mit einem  2. Preis von 500 Euro und einem 1. Preis mit 1000 Euro.

 

I. Den ersten Preis erhält Herr Thilo Lausecker. Er unterrichtet die Fächer  Deutsch, Geschichte und Politik. Er ist 1977 geboren, verbrachte seine Schulzeit an Schulen in Braunschweig, studierte in  Göttingen, absolvierte seine Referendarzeit am Ratsgymnasium in Goslar und ist seit 2005 Studienassessor am Gymnasium Lehrte.

 

Vorgelegt wurde eine Unterrichtssequenz in einem Leistungskurs 13 mit 11 Schülerinnen und Schülern mit dem Thema: ?Die Reichsbauernstadt Goslar.?

Im Leistungskurs von Herrn Lausecker erforschten vier Arbeitsgruppen die Gründe für die Ernennung Goslars zur ?Reichsbauernstadt? 1934, die Verlegung der Berliner Behörden, die Planungen riesiger Bauvorhaben, den Investitionsschub und den Prestigegewinn für die Stadt als Zentrum der Reichsbauerntage und des Ernte-Dank-Besuchs Hitlers 1935, ebenso den ideologischen Hintergrund, den der Leiter des Reichsernährungsministeriums, Oskar Darre, in Schriften und Reden propagierte: das Bauerntum als Lebensquell der nordischen Rasse, der Neuadel aus Blut und Boden.

Überzeugend das ist das Lokalmodell und die Relevanz des Themas in der heutigen Stadt : Die Schülerinnen und Schüler leisteten einen Beitrag zu einer aktuell in der Goslarer Presse diskutierte Frage, ob Darres Grab weiterhin von der Stadt unterhalten werden sollte.

 

Beispielhaft ist die Sorgfalt, mit der die Schülerinnen und Schüler an wissenschafts-propädeutisches Arbeiten und an die Archivarbeit durch gezielte Arbeitsaufträge und Hilfen herangeführt wurden. Die Notwendigkeit der Präsentation und einer öffentliche Ausstellung  ergab sich aus dem Anlass. Die Evaluation zeigte, dass die Schülerinnen und Schüler diese Phase ihres Unterrichts als echten persönlichen Gewinn erlebten.

 

II. 500 Euro erhält Herr Dr. Friedemann Neuhaus vom Ernst-Moritz- Arndt-Gymnasium in Osnabrück.

Herr Dr. Neuhaus unterrichtet die Fächer Geschichte, evangelische Religion und Politik

Er ist Jahrgang 1967, studierte in Göttingen und Heidelberg, promovierte in Erfurt, z. T. parallel zum Referendariat in Braunschweig. Seit 1999 unterrichtet er an seiner Schule in Osnabrück und vertritt die Fachgruppe Geschichte als Obmann.

 

Mit einer 11. Klasse hat sich Herr Neuhaus an der Ausschreibung eines Wettbewerbs des Volksbundes  für Kriegsgräberfürsorge  zum 60. Jahrestag des Kriegsendes beteiligt. Im Rahmen des für Jahrgang 11 vorgegebenen Themas ?Krisen und Umbrüche? wurden zunächst Verlauf, Ende und Folgen des 2. Weltkrieges erarbeitet. Anschließend wurde auf dem Hintergrund der Kenntnisse der allgemeinen Krise in einer zeitlich überschaubaren Projektarbeit die Geschichte der eigenen Schule in Kriegs- und Nachkriegszeit an Primärquellen erarbeitet. Ergebnis war eine Ausstellung mit sehr sorgfältig gestalteten Schautafeln zur Schulgeschichte dieser Zeit, erarbeitet durch Internetrecherche, Archivarbeit und Befragungen von Zeitzeugen. In Podiumsdiskussionen mit Ehemaligen und in  Führungen anderer Klassen durch die Ausstellung entstand breites, lebendiges Geschichtsbewusstsein.

 

 

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