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Preisverleihung 2008 - Rede der Vorsitzenden der Burgsdorff-Stiftung, Frau OStD' B. Netzel, Nov. 2008

Rede der Vorsitzenden der
H. v. Burgsdorff-Stiftung,
Frau OStD´ B. Netzel

 

am Tag des Geschichtslehrers am 4.11.08 in Hannover

 

Sehr geehrter Herr Dr. Stupperich, liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

der Vortrag von Herrn Prof. Schmidt-Glintzer hat Ihnen ja ? wie der Diskussion zu entnehmen war ? wichtige neue Erkenntnisse und Gedankenverbindungen geboten und war offenbar unmittelbar von Nutzen für Ihr praktisches Tun.

Die H. v. Burgsdorff-Stiftung  hat für solch eine lohnende Fachtagung gerne ihre finanzielle Unterstützung von 1500,- Euro zugesagt.

Trotzdem müssen wir immer wieder betonen, dass es ein Unding ist, dass das Land Niedersachsen  die Themen fürs Zentralabitur zwar vorgibt, jedoch keine Fortbildung dazu organisiert und finanziert.

Der Geschichtslehrerverband verdient deshalb  unseren Dank für die fachliche Initiative, finanziell wäre er aber bei weitem überfordert.

Dies ist mir aus meiner Zeit als Vorsitzende dieses Verbandes sehr vertraut.

Um diesem Misstand abzuhelfen, habe ich damals im Jahr 2000 die H. v. Burgsdorff-Stiftung gegründet.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig die Möglichkeit dieser Förderung im Kollegenkreis bekannt ist. Denn die Stiftung ? um dies nochmals zu betonen - gibt  nicht nur Zuschüsse zu zentralen Tagungen, sondern sie unterstützt auch regionale, lokale und  innerschulische Fortbildung in Ihren Fachkonferenzen.  Bitte teilen Sie das Ihren Fachkollegien mit.

 

Der Unterstützung des Geschichtsunterrichts soll außerdem das in Zusammenarbeit mit dem Klett-Verlag herausgegebene zweibändige Taschenbuch zur deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts dienen unter dem Titel: ?Wie wir wurden, was wir sind.? Es ist durch seinen essayistischen Schreibstil zur selbstständigen Lektüre der Schüler ab Klasse 10 geeignet, um diesen einen geeigneten Überblick zu verschaffen ? und zwar zusätzlich zu dem auf spezielle Themen eingeengten, auf das Zentralabitur vorbereitenden Lehrgang. Das Taschenbuch liegt zur Ansicht am Informationstisch des Verbandes.

 

Der dritte Schwerpunkt der Stiftung ist die Auszeichnung von Kolleginnen und Kollegen, die gute pädagogische und fachliche Arbeit im Fach Geschichte oder im fachübergreifenden Unterricht geleistet haben. Wir wollen damit einen Beitrag leisten zu einer Kultur der Anerkennung an der Schule. Die Preisgelder von 500 - 1000 Euro gehen nicht an die Schulen, sondern an die Lehrer persönlich.

 

Es ist nun nicht zu verkennen, dass die Zahl der Einsendungen ? ähnlich wie beim Geschichtsatlas ? kontinuierlich  zurückgehen. Grund dafür ist meines Erachtens eine  Überforderung durch die stetig steigenden Anforderungen an die Lehrer. Wir haben deshalb in diesem Jahr den wenigen Kollegen, die eingesandt haben, eine finanzielle Anerkennung zukommen lassen, verzichteten aber auf eine Auswahl von hier öffentlich zu würdigenden Preisträgern.

Trotz der Belastungen des Alltags an der Schule möchte ich Sie nochmals zu einer Teilnahme ermutigen, wenn Sie einmal ein paar Schritte jenseits der Routine vorwärts gegangen sind ? etwa in einer neu durchdachten Unterrichtseinheit im Curriculum des Fachunterrichts, oder  in einem Projekt, bei der Betreuung von Wettbewerben oder im Fächer übergreifenden Unterricht ? und wenn auch andere Lehrer und Lehrerinnen davon Kenntnis erhalten sollen. Auf der zusätzlichen Mühe, die Arbeitsergebnisse zusammenzustellen, den Arbeitsverlauf zu beschreiben und das Ergebnis aus Lehrersicht zu kommentieren, müssen wir allerdings bestehen, da wir nur so zu einem fachgerechten Urteil kommen können. Die Mühe wird  ja auch durch das Preisgeld versüßt.

 

Die Bewerbungsbögen gehen Schulen aller Schulformen ? mit Ausnahme der Grundschulen - wieder im März 2009 zu. Nach 2009 sind Bewerbungen ? gemäß Vorstandsbeschluss vom 28.10. ? nur noch alle zwei Jahre möglich in der Hoffnung, dass wir dann auf ein größeres Bewerberfeld zurückgreifen können.

Sie können den Bewerberbogen auch aus dem Internet herunterladen. www.vgd-nds.de ? Link: H. v. Burgsdorff-Stiftung

 

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass es im Vorstand der H. v. Burgsdorff - Stiftung einige Änderungen gibt. Als Nachfolger von Herrn Dr. Sinemus, den wir im letzten Jahr verabschiedet haben, konnten wir Herrn Dr. Eckart, Fachleiter am Studienseminar in Hameln, gewinnen. Als Nachfolgerin von Frau Dr. Hanslik , die uns mit Ablauf das Jahres verlässt, hat sich Herr Dr. Stupperich  bereit erklärt mitzuarbeiten.

 

Frau Dr. Hanslik möchten wir ganz herzlich danken für Ihre immer kompetente fachliche Beratung und Ihre zuverlässige Mitarbeit trotz Ihrer vielen anderen wichtigen Verpflichtungen.

 

   
 Frau OStD\' Netzel bei ihrer Ansprache auf dem Tag des Geschichtslehrers, Nov.  2008 
 Frau OStD' Netzel bei ihrer Ansprache auf dem Tag des Geschichtslehrers, Nov. 2008 
   
 Geschichte zum Lesen, herausgegeben von der Burgsdorff-Stiftung 
 Geschichte zum Lesen, herausgegeben von der Burgsdorff-Stiftung 
   
 

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