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Tag des Geschichtslehrers, Hameln, 28. April 2006, Bericht


Tag des niedersächsischen Geschichtslehrers
in Hameln

am Freitag, dem 28. April 2006,
im
Weserbergland-Zentrum

Tagungsablauf

9.30 Uhr  Anreise und Kaffee

10.00 Uhr  Begrüßung: Dr. Martin Stupperich

10.15 Uhr   PD Dr. Helga Botermann, Göttingen:
Polis und Imperium ? Das Imperium Romanum als Verband sich selbst verwaltender Städte

11.00 Uhr Kaffeepause

11.15 Uhr PD Dr. Helga Botermann:
Die Spätantike ? Überblick über die Problemstellung: Juden und Christen

12.00 Uhr Dr. Horst Rabe, Hameln:
?Erlebniswelt Renaissance? ? Einführung in die multimediale Darbietung der Renaissancezeit im Hochzeitshaus Hameln

12.30 Uhr  Mittagspause

13.30 Uhr Besichtigung der ?Erlebniswelt Renaissance? im Hochzeitshaus

15.30 Uhr  Ende der Veranstaltung


Bericht

Der Vormittag der Veranstaltung stand ganz im Zeichen des abgelegenen thematischen Schwerpunkts ?Spätantike?, der für das Zentralabitur 2008 verbindlich festgelegt wurde.

In zwei Vorträgen gab PD Dr. Helga Botermann (Göttingen) einen Überblick über Fragestellungen und Forschungslage.
Auf der Grundlage des Briefwechsels zwischen Plinius und Kaiser Trajan entwarf sie das Bild einer vor allem durch die autonomen Städte und seine Eliten geprägten Kultur, in der die römischen Statthalter nach wie vor den Rat und die Anordnungen des Kaisers suchten und befolgten, während sich auf lokaler Ebene bereits neue Strukturen politischen und gesellschaftlichen Lebens entwickelten.
Frau Botermann räumte ein, dass die Forschung auf diesem Gebiet schwer zu überblicken sei, betonte jedoch, dass die Epoche in den letzten Jahren den Charakter des ?Späten? zugunsten einer Blickrichtung von Wandel und Neubeginn eingebüßt habe. Auch sei die Vorstellung des ?spätantiken Zwangsstaates?, die Jahrzehnte lang die Forschung beherrscht habe, sei heute aufgegeben; in der hohen Kaiserzeit seien ähnliche Zwangsmaßnahmen gegenüber der vermögenden Oberschicht nachweisbar.

Bei der Untersuchung der Rolle des Christentums riet sie, weniger nach den Gründen für die Verfolgung als nach den Gründen für den Sieg des Christentums zu fragen. Die Entwicklung des Gedankens der Nächstenliebe, für den es in der Antike nichts Vergleichbares gegeben habe, sei als geradezu dramatischer Schnitt anzusehen. Die Konversion bedeutete einen Austritt aus der Gesellschaft bzw. der Familia. Die Ekklesia stellte eine neue soziale Heimat dar.

[Frau Dr. Botermann hat uns freundlicherweise Kurzfassungen ihrer beiden Beitrage zur Verfügunggestellt, die Sie HIER finden.]


Nach einer Einführung durch den Leiter der multimedialen ?Erlebniswelt Renaissance?, Dr. Horst Rabe, hatten die ca. 120 Teilnehmer am Nachmittag Gelegenheit, sich im Hamelner Hochzeitshaus ein Urteil über die didaktische Einsetzbarkeit dieser auf historische Exponate völlig verzichtenden, audiovisuellen Animation zu bilden.

Dr. J. Heinßen, Schriftführer


Zwischen den beiden Veranstaltungen fand in der Mittagspause eine Sitzung des Erweiterten Vorstandes des Landesverbandes statt. Es wurde u.a. über den Stand der "Bildungsstandards Geschichte" und des Hauses der Geschichte für das Land Niedersachsen berichtet.

Der nächste der Termin für den Zentralen Tag des Geschichtslehrers in Hannover wurde auf den 9. November 2006 festgelegt. Neben einem Thema zum Zentralabitur (Imperialismus) soll über die Bildungsstandards und den Fachaufsatz im Fach Geschichte referiert werden.

Das am 26. und 27. April absolvierte Zentralabitur 2006 sowie die Themenfestsetzung für die folgenden Jahre bieten Anlass für Reflexion und Stellungnahme des Verbandes. Der erweiterte Landesvorstand beschloss deshalb nach Abschluss der Korrekturphase eine Bestandsaufnahme vorzunehmen und das Zentralabitur im Lichte der erarbeiteten Bildungsstandards zu analysieren. Zu diesem Zweck trifft sich der Landesvorstand am Freitag, dem 14.7.2006, um 10.00 Uhr, in der Leibnizschule Hannover.

 

Herr Grove regt an, die Regionaltagung 2009 aus Anlass des 2000. Jahrestages der Varusschlacht in Osnabrück abzuhalten.

 

   
 Empfang der Kollegen in der großzügigen Eingangshalle des Weserberglandzentrums 
 Empfang der Kollegen in der großzügigen Eingangshalle des Weserberglandzentrums 
   
 Begrüßung der Kollegen; im Vordergrund Frau Dr. Botermann 
 Begrüßung der Kollegen; im Vordergrund Frau Dr. Botermann 
   
 Sehr zu empfehlen: Das passende Buch zum Tagungsthema 
 Sehr zu empfehlen: Das passende Buch zum Tagungsthema 
   
 Nur wenige gegenständliche Hinweise schmücken die virtuelle Renaissancewelt 
 Nur wenige gegenständliche Hinweise schmücken die virtuelle Renaissancewelt 
   
 Ein Zeitstrahl ermöglicht die Orientierung in der Epoche vom Ausgang des Mittelalters bis zum Dreißigjährigen Krieg. 
 Ein Zeitstrahl ermöglicht die Orientierung in der Epoche vom Ausgang des Mittelalters bis zum Dreißigjährigen Krieg. 
   
 Dr. Heinßen wird akustisch in das Weltbild der Renaissance eingeführt. 
 Dr. Heinßen wird akustisch in das Weltbild der Renaissance eingeführt. 
   
 Ein in bläuliches Licht getauchtes Gemälde versucht Hinweise auf das neue Weltbild zu geben. 
 Ein in bläuliches Licht getauchtes Gemälde versucht Hinweise auf das neue Weltbild zu geben. 
   
 

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