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Tag des Geschichtslehrers in Lüneburg, 19. April 2005, Bericht

Am 19. April 2005 fand in Lüneburg der Tag des Niedersächsischen Geschichtslehrers statt, der traditionsgemäß einmal in Hannover und einmal in einer der Regionen Niedersachsens organisiert wird.

 

Herr Dr. Plath, Regionalbeauftragter unseres Verbandes für die Lüneburger Region, hatte in Absprache mit dem Vorstand ein umfangreiches Programm aufgestellt, das sowohl an die Abiturthemen der Jahre 2006 und 2007 anknüpfte als auch Zugänge zur neueren wissenschaftlichen Forschung eröffnete.

 

Ein besonderes Plus war der Tagungsort, das historische Rathaus von Lüneburg, in Architektur und Ausstattung Zeuge des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Die ca. 130 Teilnehmer, die sich nach einem Kaffee im Huldigungssaal im Fürstensaal versammelten, kamen überwiegend aus der Nordhälfte Niedersachsens. Um 10 Uhr wurden sie im Angesicht der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg an den Wänden durch Herrn Oberbürgermeister Ulrich Mädge begrüßt.

 

Herr Dr. Stupperich sprach in seiner Begrüßung zugleich die Initiative zum ?Haus der Geschichte Niedersachsens? sowie die neuen ministeriellen Regelungen betreffend das Fach Geschichte in der Profiloberstufe an.

 

Den Hauptvortrag hielt Herr Dr. Jörg Friedrich, Berlin. In Anknüpfung an sein Buch ?Der Brand?, München, Propyläen-Verlag 2002 (als Ullstein-Tb 2004, 10,95 ?; Bildband: ders., Brandstätten. Der Anblick des Bombenkriegs, München 2003), sprach er über die ?Zerstörung der Städtelandschaft. Der Bombenkrieg gegen Deutschland am Beispiel des Untergangs der Städte Braunschweig, Emden, Hannover und Hildesheim?.

 

Es folgte eine längere Diskussion über diesen eindrucksvollen Beitrag, die u.a. darauf Bezug nahm, wie der Bombenkrieg für Schüler ins Verhältnis zu setzen sei zu den Verbrechen des Nationalsozialismus.

 

Für den späteren Vormittag standen mehrere Arbeitsgruppen zur Auswahl, die alle das Oberthema ?Lüneburg im Mittelalter? und ihren Ausgangspunkt am Rathaus hatten bzw. direkt dort stattfanden: 

 

  1. Salz und Salzhandel als Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung Lüneburgs (Dr. Christian Lamschus, Direktor des Deutschen Salzmuseums)

 

  1. Städtische Verwaltung des Mittelalters, dargestellt im Lüneburger Rathaus (Frau Stadtarchivdirektorin Dr. Uta Reinhardt)

 

  1. Die Ebstorfer Weltkarte als Beispiel für das mittelalterliche Weltbild (Dr. Eckhard Michael, Direktor des Museums für das Fürstentum Lüneburg)

 

  1. Stadtarchäologie des Mittelalters und der frühen Neuzeit am Beispiel der Stadt Lüneburg (Stadtarchäologe Dr. Edgar Ring)

 

  1. St. Johannis, das Wahrzeichen Lüneburgs, als Beispiel für städtischen Bürgerstolz und städtisches Selbstverständnis (Superintendent i.R. Martin Voigt)

 

In der Mittagspause fand wie immer eine Sitzung des Erweiterten Verbandsvorstands statt. Für die anschließende Mitgliederversammlung waren wir Gäste im ?Eselstall? des Salzmuseums.

 

Alternativ hatte Herr Dr. Plath für Mitglieder und Nichtmitglieder ab 15.00 Uhr Stadtführung durch das mittelalterliche Lüneburg organisiert.

 

 

 

 

   
 Tagunsort Rathaus Lüneburg 
 Tagunsort Rathaus Lüneburg 
   
  
   
 Diskussion im Fürstensaal des Lüneburger Rathauses 
 Diskussion im Fürstensaal des Lüneburger Rathauses 
   
 Salzmuseum Lüneburg 
 Salzmuseum Lüneburg 
   
 

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