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Zentralabitur 2006: Schwerpunktthema Deutschland nach 1945

Auf dem Tag des Geschichtslehrers 2004 am 9. November 2004 im Niedersächsischen Landtag in Hannover hatte Dr. Peter Lautzas, Fachberater Geschichte und Bundesvorsitzender des VGD, Mainz, den Arbeitskreis zum Schwerpunktthema des Zentralabiturs 2006 "Geschichte Deutschlands nach 1945" übernommen.

Folgende Hinweise und Aspekte stellt der Kollege Lautzas zur Weiterarbeit zur Verfügung:

1. Arbeitsbericht

In der Arbeitsgruppe ?Deutschland nach 1945? (30 Teilnehmer) stellte der Referent das neue, in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Verbandes der Geschichtslehrer und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam in den Jahren 2002 bis 2004 entwickelte Konzept einer gesamtdeutschen Sicht auf die deutsch-deutsche Geschichte 1945-1900 vor.

Diesem Konzept liegt der von Christoph Kleßmann entwickelte Ansatz einer asymmetrisch verflochtenen Parallelgeschichte beider deutschen Staaten zu Grunde.

Nach Skizzierung der politischen und pädagogischen Ausgangslage, die die neue Betrachtungsweise notwendig macht, wurde im Dialog mit den Teilnehmern das wissenschaftliche Konzept vorgestellt, gefolgt von einigen grundlegenden Überlegungen zur didaktischen Umsetzung. Die Sektion wurde abgerundet mit einer Präsentation für den Unterricht nützlicher Literatur zu dem Thema.

2. Literatur

Kleßmann, Christoph, und Bernd Stöver (Hg.): 1953 ? Krisenjahr des Kalten Krieges in Europa. Köln, Böhlau Verlag 1999 (Zeithistorische Studien 16), 24, 50 ?

Kleßmann, Christoph: Die doppelte Staatsgründung. Deutsche Geschichte 1945-1955. Göttingen, Vandenhoek & Ruprecht 51991, 605 S., zahlr. Abb. im Text, 48 Abb. auf Tafeln, 19, 50 ?

Ders.: Zwei Staaten, eine Nation. Deutsche Geschichte 1955-1970. Göttingen, Vandenhoek  Ruprecht 1988, 648 S., 86 Abb., 24 Tabellen, 32 Tafeln

3. Themenspezifische Aspekte und Fragen zur deutsch-deutschen Geschichte 1945-1990

-         Welche Partizipationsangebote machten beide Systeme an ihre Bürger und welche Möglichkeiten eröffneten sie ihnen in dieser Hinsicht (in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft)?

-         Wie gingen beide Systeme mit ihren Nachbarn um? (Verbündete, Gegner, Neutrale)

-         Wie gingen beide Systeme mit Widerspruch, Opposition und Widerstand um? (institutionell und privat, öffentlich und nicht-öffentlich)

-         Welche Bedeutung hatte die Individualität in beiden Systemen? (Theorie, Praxis)

-         In welchem Ausmaß war die Gleichberechtigung von Mann und Frau realisiert? (an der Arbeitsstelle, zu Hause, bei öffentlichen Anlässen, im Alltag)

-         Welche Rolle spielte die Befriedigung materieller Bedürfnisse, welches ideelles Handeln? (in Theorie und Praxis, in verschiedenen Perioden)

-         Welche Rolle spielte Arbeit in beiden Systemen und wie war Beschäftigung geregelt?

-         Wie organisierten die beiden konkurrierenden Systeme Staat und Gesellschaft, wie die Lebensverhältnisse der Bevölkerung?

-         Wie reagierten beide Systeme auf spezifische Problemlagen? (politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche Herausforderungen globaler Natur und innerhalb des Systems)

-         Wie sah die Eigen- und wie die Fremdwahrnehmung beider Systeme, der befreundeten Nationen, der westlichen und der übrigen Staaten der Welt aus?

 

Für weitere Auskünfte:

Dr. Peter Lautzas, Vorsitzender des VGD

Bettelpfad 46

55130 Mainz

Tel.: 06131/832533

E-mail: p.lautzas@gmx.de

 


Vgl. Sie dazu aus der Sektion Fachdidaktik auf dem Historikertag in Kiel 2004

 

Die doppelte deutsche Nachkriegsgeschichte als wissenschaftliches und fachdidaktisches Problem
Leitung: Christoph Kleßmann, Potsdam

 

sowie dort die Kurzfassung des Beitrags

Zwischen Abgrenzung und Verflechtung: Anstöße für ein integratives Konzept der doppelten deutschen Nachkriegsgeschichte von
Christoph Kleßmann, Potsdam / Peter Lautzas, Mainz

 

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