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Tag des Geschichtslehrers/Mitgliederversammlung, 6. Nov. 2003, Hannover

Am 6. November 2003 fand im Historischen Museum in Hannover der Tag des Geschichtslehrers und eine Mitgliederversammlung des VGD, LV Niedersachsen, statt.

Zum Tag des Geschichtslehrers waren alle Fachkolleginnen und Fachkollegen, Referendarinnen und Referendare sowie Studierende eingeladen. Mit fast 200 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Schulen, Bezirksregierungen und Ministerium, Studienseminaren, Landeszentrale für politische Bildung und Verlagen, war die Veranstaltung gut besucht.

Der Tagungsort:
Historisches Museum Hannover

Der Verband möchte sich beim Gastgeber, dem Leiter des Historischen Museums Hannover, Herrn Dr. Schwark, sowie seinem Team sehr herzlich für seine Begrüßungsworte und die Gastfreundschaft seines Hauses bedanken.

Das Museum bestritt nicht nur den 2. Teil des Tagungsinhalts ? Regionalgeschichte in Hannover (hier: Absolutismus am Beispiel eines Stadtmuseums) sowie Einführung in die Lotte-Kestner-Ausstellung ? , es hatte auch die Last der Organisation vor Ort zu tragen. Da die Anmeldungen in den letzten Tagen die Kapazitäten des geplanten Tagungsraums überschritten, wurde kurzerhand die Veranstaltung in den großzügigen Eingangsbereich verlegt mit allen organisatorischen Folgen für einen laufenden Museumsbetrieb! Dass der Museumsverein auch noch die Versorgung der angereisten Gäste mit Kaffee und Kuchen übernommen hatte, tat ein Übriges, um die Tagungsgäste zu begeisterten Rückmeldungen zu veranlassen.

Das Tagungsthema:
Regionalgeschichte

Die Veranstaltung stand unter dem Thema Regionalgeschichte, weshalb es sich der Landtagspräsident Jürgen Gansäuer nicht hat nehmen lassen zur Begrüßung zu erscheinen und im Zusammenhang mit der von ihm initiierten landesgeschichtlichen Vortragsreihe den besonderen Wert der Landesgeschichte hervorzuheben.

Der Hauptvortrag:
Regionalgeschichte in Niedersachsen. Herausforderungen und Probleme für den Geschichtsunterricht

Den Hauptvortrag hielt Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer (Universität Hannover) zum Thema: "Regionalgeschichte in Niedersachsen. Herausforderungen und Probleme für den Geschichtsunterricht" (s. dazu auch die Veröffentlichung der Niedersächsichen Landeszentrale für politische Bildung zur Region Hannover mit einem Beitrag von Prof. Hauptmeyer).

Herausforderung ist die Wandlung der Regionalgeschichte als Disziplin; sie muss nicht in neuen Unterrichtsstunden erarbeitet werden, sondern ist eingebunden in die überregionalen, ja weltgeschichtlichen Vorgänge, die es anhand konkreter niedersächsischer oder örtlicher Geschichte zu beobachten gilt; denn niedersächische Geschichte kann nicht aus sich selbst interpretiert werden, sondern nur raumübergreifend. Die Regionalgeschichte darf nicht auf Folklore hier und Übersetzung mittelalterlicher Urkunden da eingeengt und unter Auslassung wesentlicher Epochen betrieben werden. Archive, Bibliotheken, Museen, Heimatvereine müssen verstärkt als Dienstleister einbezogen werden. Auch wenn es didaktische Materialien in Niedersachsen für einen solchen Ansatz (Mentalitätsgeschichte, Geschlechtergeschichte, Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Umweltgeschichte, NS-Geschichte, Flüchtlingsgeschichte) noch nicht gibt, muss die Aufbereitung der niedersächsischen Regionalgeschichte für die Schule, aber auch für Studenten im Blick bleiben. ? Ein Problem ist der "Kulturkannibalismus", der die finanziellen Möglichkeiten beschneidet; wenn aber die Kultur nach der Art von Hänsel und Gretel aus der staatlichen Finanzierung entlassen wird, ergeben sich auch Chancen für Initiativen von unten.

Auszeichnung
für herausragende geschichtspädagogische Leistung
durch die Henning von Burgsdorff-Stiftung

Es folgte die Verleihung von drei Geld-Preisen der H.v.Burgsdorff-Stiftung für herausragende Lehrtätigkeit von Geschichtlslehrerinnen und ?lehrern . Sie galten in diesem Jahr Unterrichtsprojekten, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus am Schulort (1. Stuhr-Brinkum, 2. Clausthal-Zellerfeld, 3. Osnabrück; Einzelheiten unter Stiftung => Preisträger 2003) befasst hatten. Die Preise wurden von Frau OStD Brigitte Netzel, Vorsitzende der Stiftung, überreicht.

Frau Netzel erhielt anschließend in Anerkennung ihrer jahrelangen Arbeit als Vorsitzende des Landesverbandes und als Vorsitzende der Burgsdorff-Stiftung eine Urkunde, die ihr die Ehrenmitgliedschaft des Verbandes überträgt.

Sitzung des Erweiterten Vorstandes
des VGD, LV Niedersachsen

Es wurde die (vorläufige) Regionalstruktur des Verbandes festgelegt; von acht Regionen konnten auf der späteren Mitgliederversammlung für 6 Regionen regionale Ansprechpartner gewählt werden (s. Landesverband => Vorstand bzw. Landesverband => Regionen), die auch dem Erweiterten Vorstand angehören.

In Planung befindlich sind "Foren junger Geschichtslehrerinnen und -lehrer" (Referendare/Referendarinnen und junge Kolleginnen und Kollegen), deren Arbeit die Burgsdorff-Stiftung unterstützen wird.
Des Weiteren wurde über den Entwicklungsstand   von regionalen Fortbildungsveranstaltungen mit Hochschulen (Göttingen und Braunschweig) berichtet.

Geschichte vor Ort:
Museumspädagogische Einführung in den Lernort Stadt-Museum

Nach der Mittagspause führte Dr. Andreas Urban (Historisches Museum Hannover ) die Tagungsteilnehmer in die Möglichkeiten und Herausforderungen museumspädagogischer Arbeit am Lernort Museum ein. Zugleich gab er eine kleine Einweisung in die laufende Ausstellung "Goethes Lotte - Ein Frauenleben um 1800" . Anschließend konnten die Tagungsteilnehmerinnen und ?teilnehmer die Ausstellung ansehen, während Dr. Urban seinen museumspädagogischen Ansatz anhand einer Dia-Präsentation zum Thema "Absolutismus" und Historisches Museum Hannover weiter ausführte, bevor man sich auf einen Museumsrundgang durch das kurfürstliche Hannover begab.


Die Mitgliederversammlung des VGD, LV Niedersachsen

Um 15.00 Uhr begann die Mitgliederversammlung, zu deren Tagesordnung Neuwahlen zum Verbandsvorstand (s. dazu Landesverband => Vorstand), die Verbesserung der regionalen Kommunikation innerhalb des Verbandes sowie einige Satzungsänderungen gehörten, darunter der Antrag, Referendarinnen und Referendaren während ihrer Ausbildungszeit kostenlose Mitgliedschaft im Verband zu gewähren.

Dr. Stupperich spricht den langjährigen Mitgliedern im Landesvorstand des VGD, Frau Jabs-Kiesler, Hern Dr. Eimers und Herrn Ballof, Dank und Anerkennung für nimmermüden Einsatz und aktive Mitarbeit aus.

Fazit:

Die Tagung bot mit ihren Vorträgen und Museumsangeboten, aber auch mit der kleinen Cafeteria und den Verlagspräsentationen  reichlich Anregungen und Gelegenheit zu Gesprächen. Wir hoffen, dass uns die politische Hilfestellung, die wir für die Umsetzung in der Praxis erbeten haben (s. dazu den Bericht in der HAZ vom 8. 11. 03), gewährt wird.


Termin!!!

Der nächste Tag des Geschichtslehrers wird in Kombination mit einer "Didaktischen Tagung" am  9. November 2004 in Hannover stattfinden.

Ort der Veranstaltung ist der Niedersächsische Landtag Hannover, der an diesem Tag in einer gesonderten Veranstaltung um 16.00 Uhr die Ergebnisse von Projekten zum Thema "9. November" präsentieren wird.

   
 Historisches Museum Hannover 
 Historisches Museum Hannover 
   
 Kooperation mit Universität und Schulbehörde 
 Kooperation mit Universität und Schulbehörde 
   
 Kooperation mit außerschulischem Lernort: Museum 
 Kooperation mit außerschulischem Lernort: Museum 
   
 

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