Startseite | HOMESitemap, SucheKontakt, eMail
Praxis Geschichte
Praxis Politik
Deutsch Unterricht
Praxis Englisch
 

2003.02: Rundbrief Sommer

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit dem letzten Rundbrief im Februar diesen Jahres hat sich einiges Mitteilenswerte ereignet.

Für diejenigen, die nicht selbst teilnehmen konnten, sollen hier zunächst einige Informationen über den Tag des Geschichtslehrers am 2. April in Osnabrück erscheinen:

Die Tagung war gut besucht. Der Ratssaal im historischen Rathaus am Markt war voll besetzt.

Der Vortrag von PD Dr. Jochen Oltmer, Osnabrück, sowie die anschließende Diskussion trafen das Interesse der Zuhörerschaft. Unter dem Titel "Migration als Obsession" sprach Dr. Oltmer über grenzüberschreitende Arbeitsmigration in der Weimarer Republik. Es wurde eine Kurzübersicht über die verschiedenen Wanderungsprozesse gegeben. Dabei konzentrierte sich der Vortrag auf die Wanderung polnischer Arbeiter und die entsprechende Politik der deutschen Seite, die steuernd in diese Wanderungsbewegung einzugreifen suchte.

Es wurde deutlich, dass von Seiten des Reiches eine fast rassistische antipolnische Arbeitsmarktpolitik betrieben wurde. Dahinter stand das Schreckbild der Polonisierung, das zu einer regelrechten Abwehrpolitik führte, die bereits während des Kaiserreiches begonnen hatte.

Die Diskussion machte deutlich, dass der Referent für die meisten Zuhörer Neues mitteilte; viele hatten sich mit diesen Zusammenhängen noch nicht befasst und fragten daher besonders interessiert nach. In diesem Sinne handelte es sich um eine gelungene Lehrerfortbildung.

Während der Mittagspause fand eine Vorstandssitzung des geschäftsführenden Verbandsvorstandes im Ratskeller statt.

Für den Nachmittag war eine Exkursion zu den Ausgrabungsstätten der Varusschlacht bei Kalkriese vorgesehen. Das neu entstandene Museum auf dem Ausgrabungsgelände ist beeindruckend und sehenswert. Ein Besuch mit Schulklassen empfiehlt sich sehr, da das Museum über kompetentes Personal verfügt, das Führungen durchführt.

Während der Vorstandssitzung war erstmalig die neue Internetseite des VGD, Landesverbandes Niedersachsen vorgestellt worden. Diese Homepage ist bereits reichhaltig gefüllt. Sie sollten unbedingt hineinschauen!

Die Adresse ist leicht zu merken: www.geschichtslehrerverband-niedersachsen.de
oder kürzer:
www.vgd-nds.de

Da die Seite mittelfristig mit immer neuen Daten bestückt wird, ist eine Erweiterung der Rubriken unter den Hauptbuttons nötig. Vorerst finden sich auf unserer Internetseite folgende Buttons:

1.      Landesverband (Rubriken alphabetisch)

  • Aktuelles (letzter Rundbrief, kurzfristige Mitteilungen)
  • Archiv (Berichte über Tagungen des LV, alte Rundbriefe)
  • Börse für den Geschichtsunterricht
  • Grundsätzliches (Ziele, Satzung, Vorstand, Eintrittsformular, etc.)
  • Mitteilungen aus den Regionen
  • (Mitteilungen aus den Schulformen/geplant)

2.      Nachrichten & Veranstaltungen

  • Gedenktage
  • Nachrichten (aus MK u.a.)
  • Termine (des LV, des Bundesverbandes, des Historikerverbandes u.a.)

3.     Veröffentlichungen

  • Aktuelles
  • Archiv

4.      Bundesverband, andere LV des VGD, Euroclio

  • Aktuelles
  • Archiv
  • Grundsätzliches

5.      Burgsdorff - Stiftung

  • Aktuelles
  • Archiv
  • Grundsätzliches

6.      Links für Geschichtslehrer

  • Geschichtsunterricht
  • Geschichte und Landeskunde Niedersachsens
  • Museen, Archive, Ausstellungen
  • Verbände, Stiftungen, Projekte, Wettbewerbe
  • Vorschläge für Exkursionen

Die Seite ist bei den verschiedenen Suchläufen gemeldet. Aber gerade bei den großen Suchläufen dauert das Einstellen evtl. einige Wochen. Deshalb ist einstweilen Mundpropaganda nötig. Alles ist noch in der Entwicklung. Auch Sie können Beiträge zu unserer Homepage beisteuern. Bitte nutzen Sie dazu unsere zentrale E-mail-Adresse: kontakt@vgd-nds.de

Insbesondere sind wir an Themen für Facharbeiten interessiert, da wir eine Themenbörse auf der Internetseite unseres Landesverbandes aufbauen wollen. Darüberhinaus sollen Informationen aus den Regionen eingestellt sowie eine Nachrichten-Seite über spezielle Belange der verschiedenen Schulformen aufgebaut werden. Für alle diese Rubriken sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Wir erhoffen uns davon eine verbesserte Kommunikation zwischen den Mitgliedern.

Ich verweise auch auf den Button "Links für Geschichtslehrer". Hier finden Sie nicht nur zahlreiche Verweise auf aktuelle Ausstellungen, Archive, Museen, Stiftungen, Wettbewerbe etc., sondern auch Links zu den jeweiligen Internetseiten der Aufgeführten, so dass die näheren Informationen auf einfache und authentische Weise abrufbar sind. Bitte weisen Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen in den Fachkonferenzen darauf hin.

Sie finden auf der Verbandshomepage den vollständigen Text des Plädoyers des Landesverbandes für Osnabrück als Tagungsort des Historikertages 2006.

Der Bundesvorstand des VGD hat dieses Votum fast einstimmig übernommen. Nur Bayern enthielt sich der Stimme. Dort sähe man lieber Passau als Tagungsort 2006.

Das Votum des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands für eine Stadt in unserem Einzugsgebiet muss noch mit dem Historikerverband verhandelt werden. Die Gespräche werden in diesem Sommer stattfinden.

Auf seiner letzten Sitzung am 13. Mai hat sich der erweiterte Vorstand für die Ausdehnung der Verbandsarbeit in die gesamte niedersächsische Fläche ausgesprochen. Das bedeutet, dass die Regionen ergänzt werden. Es fehlen die Regionen: Hameln / Pyrmont, Stade / Cuxhaven und Braunschweig. Für diese Bereiche werden Regionalvertreter gesucht, die dann auch im erweiterten Vorstand vertreten wären. Außerdem soll die Arbeit der Regionen intensiviert werden, insbesondere im Bereich der Fortbildungsarbeit. Hier wird noch viel Mühe aufgewandt werden müssen.

Außerdem wurde beschlossen, die Arbeit durch die Verbreiterung der Mitgliederbasis zu festigen. Die Referendare und Assessoren, demnächst auch die Studenten, sollen zum Beitritt ermuntert werden. Anreiz bieten sollen Arbeitskreise junger Geschichtslehrer, die sich um die konkrete Betreuung der jungen Kolleginnen und Kollegen bemühen. Wir hoffen sehr auf die Zusammenarbeit mit den Studienseminaren. Insbesondere den jungen Kolleginnen und Kollegen wird es nicht schwerfallen, sich über das Internet die notwendigen Informationen und konkreten Angebote von Verbandsseite zu beschaffen. Der Vorstand wird die Regionen mit Hinweisen zu unterschiedlichen Möglichkeiten der Aktivität vor Ort versorgen. Neben dem allgemeinen Austausch untereinander gehören dazu Erprobungen innovativer Unterrichtsformen im Geschichtsunterricht mit Praxisbeispielen, Exkursionen zu historischen Stätten der Umgebung, Einführung in die Museums- und Archivarbeit mit Schülern, Durchführung von Wettbewerbs- und Facharbeiten, Austausch von Kursthemen und Materialien. Die Referendarinnen und Referendare sollen einen sehr ermäßigten Beitrag zahlen (wahrscheinlich 5,- Euro), der durch den verbilligten Bezug der Publikationsorgane mehr als wettgemacht wird.

Der nächste Tag des Geschichtslehrers - diesmal mit Mitgliederversammlung - findet statt im Historischen Museum am Hohen Ufer in Hannover am

6. November 2003.

Die Einladungen werden Sie im September erhalten. Es ist geplant, die niedersächsische Landesgeschichte in das Zentrum zu rücken. Dazu wird am Vormittag ein wissenschaftlicher Vortrag mit Diskussion und nach der Mittagspause eine Museumsführung unter pädagogischem Aspekt zu einem speziellen Thema stattfinden.

Die Mitgliederversammlung sieht u. a. die Neuwahl des gesamten Vorstandes vor.

Bitte notieren Sie diesen Termin schon jetzt in Ihrem Kalender!

Der Geschichtslehrerverband hat Kontakt mit dem niedersächsischen Kultusministerium aufgenommen. Dem Vorstand ist ein Gespräch mit dem Minister zugesagt worden. Ein Termin ist noch nicht festgelegt worden. Dennoch haben wir von Verbandsseite unsere Forderungen nach Sicherung des Geschichtsunterrichts an den weiterführenden Schulen schon jetzt schriftlich beim Ministerium eingereicht.

Zwei weitere Felder sollen vorrangig durch unseren Verband bearbeitet werden:

  1. das Curriculum in den Jahrgängen 5/6
  2. die Formulierung von Standards für den Geschichtsunterricht.

Gerade im Hinblick auf die Standards sollte sich der Verband Gedanken darüber machen, ob es ihm zureicht, was über die baden-württembergischen Standards inzwischen in der Presse zu lesen ist. Es ist doch die Frage, ob die Orientierung an der Gegenwartsverwertbarkeit historischer Inhalte als Auswahlkriterium ausreicht.

Müssen nicht grundlegende Aussagen über den Menschen - und seien sie nur in Frageform formulierbar - als das Ziel der Befassung mit der Geschichte bezeichnet werden? Standards des Geschichtsunterrichts dürfen nicht in der Weise formuliert werden, dass die Beschäftigung mit den Epochen vor 1789 als nicht vertretbar und deren geschichtliche Inhalte als irrelevant erscheinen müssen.

Eine Diskussion in den Regionen zu den Standards würde die Arbeit des Verbandes auf Landesebene in Gang bringen. Bitte diskutieren Sie in den Regionen auch die Frage der Inhalte des Geschichtsunterrichts in 5 und 6. Wir sind der Auffassung, dass das Integrationsfach Welt- und Umweltkunde zugunsten des regulären Geschichtsunterrichts aufgegeben werden sollte. Diese Forderung ergibt sich schon aus der Tatsache, das die Zusammenlegung mit Erdkunde nach aller Erfahrung eine Reduktion der Stundenzahl zur Folge hat. Fächerübergreifenden Unterricht soll es geben, eine Fächerintegration jedoch nicht. Begründung: Bei fast allen Integrationsmaßnahmen bleibt die Geschichte auf der Strecke, solange es nicht gelingt, sie zum Leitfach zu machen.

Ein weiteres Thema für die Arbeit in den Regionen: Diskutieren Sie über die für unsere Arbeit als Geschichtslehrer notwendige Stundenzahl. Bitte senden Sie Ihre konkreten Forderungen möglichst bald an die Adresse des 1. Vorsitzenden, damit er sich bei dem Gespräch mit dem Minister darauf berufen kann!

Auf Bundesebene haben sich mehrere Arbeitsgemeinschaften konstituiert, die sich über Mitarbeiter aus den Landesverbänden freuen. Die Themen der AG`s seien kurz aufgezählt:

  • AG Lehrerausbildung
  • AG Deutsch-deutsche Geschichte seit dem 2. Weltkrieg
  • AG Geschichte des Judentums in Deutschland
  • AG Richtlinien für den Geschichtsunterricht
  • AG Begegnung der Kulturen
  • AG Internationale Zusammenarbeit (EUROCLIO)
  • AG Weltgeschichte

Wer an näheren Informationen über diese Arbeitgemeinschaften interessiert ist, findet diese auf der Internetseite des VGD, Landesverband Niedersachsen, unter dem Button "Bundesverband".

Soeben erreicht den Vorstand eine Einladung des IWF in Göttingen zu einer 17. Juni-Tagung für Geschichtslehrer unter dem Titel "17. Juni ? Strategien der Fälschung".

Es geht um das Thema der Fälschung oder Inszenierung von Bildern und Filmen mit dem Ziel ein Ereignis in ein bestimmtes politisch erwünschtes Licht zu rücken, ein Vorgang der heute nicht ganz inaktuell ist. Teilnahmegebühr 30,- Euro.
Tagungsort : IWF, Wissen und Medien, Nonnenstieg 72, 37075 Göttingen.

Wie jedes Jahr vergibt die Henning von Burgsdorff-Stiftung zur Förderung des Geschichtsunterrichtes einen Preis. Er gilt Lehrerinnen und Lehrern, die innovative Ideen zum Geschichtsunterricht in die Praxis umgesetzt haben (Unterrichtseinheit, Projekt u. ä.).
Bitte melden Sie Kandidaten über die Schulleitung Ihrer Schule bei der Henning von Burgsdorff-Stiftung, c/o OStD` Brigitte Netzel, Elsa-Brandström-Schule, Elkartallee 30, 30173 Hannover.

Für den Schluss des Schuljahres und den Endspurt bis zu den Versetzungskonferenzen wünschen wir Ihnen alles Gute. Vor allem wünschen wir Ihnen allen schöne und erholsame Sommerferien.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Dr. Martin Stupperich, Hannover

Dr. Wieland Sachse, Göttingen

10. Juni 2003

 

.:: Impressum | Disclaimer | Webmaster | Zuletzt aktualisiert am 21.11.2004 ::.