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Region Südniedersachsen: Fortbildung 30. April 2004

Am 30. April 2004 fand eine ganztägige

Fortbildung für Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer der Region Südniedersachsen
in Göttingen,
Waldweg 26 (ehem. PH), statt.

Die Göttinger Tagung, die ? finanziell unterstützt durch die Henning von Burgsdorff Stiftung ? in Räumen der Universität veranstaltet wurde, hatte beruhend auf einer Vorabfrage unter den Teilnehmern zwei thematische Schwerpunkte:

Prof. Dr. Ernst Schubert (Direktor des Seminars für Mittlere und Neuere Geschichte und des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen) sprach über Umweltprobleme einer mittelalterlichen Stadt. Am Beispiel Göttingens entwickelte er auf der Grundlage einer bereits vor 100 Jahren publizierten rechtsgeschichtlichen Quelle ein Panorama völlig neuer umwelt- und sozialgeschichtlicher Erkenntnisse über das ökologische und soziale System dieser Zeit, das ? wie die anschließende Diskussion ergab ? vorzügliche für Impulse für einen auch quellennahen modernen Geschichtsunterricht enthielt.

Priv. Doz. Thomas Klingebiel  referierte über Krieg und Frieden in der frühen Neuzeit und verdichtete seine Thematik an Beispielen aus dem Dreissigjährigen und dem Siebenjährigen Krieg, die er mit transskribierten Quellen untermauerte.

In einer abschließenden, eher fachdidaktischen Diskussionsrunde wurden die thematischen Schwerpunkte für das Zentralabitur 2006 kritisch in den Blick genommen. Prof. Schubert und andere Teilnehmer äußerten besonders an der Art der das Mittelalter betreffenden Aufgabenbereiche Kritik. Es sei fraglich, ob Kreuzzüge in Verbindung mit europäischer Identitätsstiftung und der Kyffhäusermythos als Beispiel für die Konstruktion und Dekonstruktion von Mittelalterbildern im Lichte neuerer fachwissenschaftlicher Diskussionen glücklich gewählt worden seien. Es sei zu begrüßen, dass ein Mittelalterthema zu den Schwerpunkten gehöre, doch wurde das offensichtliche Ausmaß von Ideologiehaltigkeit von Unterrichtsvorgaben als wissenschaftsfern und im Hinblick auf Rechts- und Planungssicherheit von Unterricht als fragwürdig bezeichnet. Ein öffentlicher, kritischer Dialog soll hier Klärungsprozesse einleiten.


Dr. Wieland Sachse
2. Vors. VGD, LV Niedersachsen


Kontakt:
Dr. Wieland Sachse
Hirtengasse 15a
37124 Rosdorf
Tel.: 0551/782099
Fax.:0551/7899149
Sachse.Rosdorf@t-online.de

 

 

   
 Kooperation zwischen VGD, Region Südniedersachsen, und der Universität Göttingen 
 Kooperation zwischen VGD, Region Südniedersachsen, und der Universität Göttingen 
   
 

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