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2003.01: Rundbrief Frühjahr

Rundbrief an die Mitglieder des VGD, LV Niedersachsen, im Frühjahr Jahr 2003


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der seit vielen Jahren eingespielten Tradition folgend erhalten Sie wieder zum gewohnten Zeitpunkt Ende Februar/Anfang März den Rundbrief.

Allerdings hat sich seit dem letzten Rundbrief eine wichtige Änderung vollzogen. Wie sie es bereits im Rundbrief 2002 angekündigt hatte, kandidierte Frau Netzel in der Mitgliederversammlung am 17.10.2002 nicht wieder für das Amt der 1. Vorsitzenden. Ebenso kandidierten Herr Thunich und Frau Vieth nicht wieder für das Amt des 2. Vorsitzenden bzw. der Schriftführerin.

Die drei Ämter wurden durch Wahl neu besetzt. In das Amt des 1. Vorsitzenden wurde Dr. Martin Stupperich, Hannover, gewählt. Für das Amt des 2. Vorsitzenden fiel die Wahl auf Dr. Wieland Sachse, Göttingen. In das Amt des Schriftführers wurde Herr Ulrich Groberg aus Braunschweig gewählt. Da die beiden Vorsitzenden wohl nur einem ? eher regional bezogenen ? Teil der Mitgliedschaft bekannt sind, möchten wir uns zunächst steckbriefartig vorstellen:

Dr. Martin Stupperich, Oberstudiendirektor, Leiter des Gymnasiums Leibnizschule in Hannover (seit 1991):

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied des Geschichtslehrerverbandes und habe anfänglich vereinzelte Funktionen im Verband bekleidet (Kassenprüfer, Delegierter, Versammlungsleiter der Mitgliederversammlungen u.ä.) bis die Übernahme der Schulleiterstelle die ehrenamtliche Tätigkeit einschränkte.

Für den Geschichtsunterricht habe ich mich in den vergangenen Jahren durch die Mitarbeit an Lehrwerken und unterrichtsbezogenen Zeitschriften betätigt. So entstanden das Lehrwerk zur Geschichte des Christentums und einzelne Kapitel des Geschichtsbuches "ANNO" des Westermann-Verlages sowie eine Reihe von Artikeln in "Praxis Geschichte". Auch die Tätigkeit als Referent auf Lehrerfortbildungskursen gehört in diesen Zusammenhang.

Die Tage des Geschichtslehrers in Hannover (Elsa-Brändström-Schule) habe ich durch das Angebot von Arbeitsgemeinschaften mitgestaltet.

In der eigenen Schule trat ich für die phasenweise fächerübergreifende Kooperation des Faches Geschichte mit anderen Fächern ein. Dagegen lehnte ich die in anderen Schulformen eingeführte Fächerintegration (Fachbezeichnungen: WUK, Gesellschaft, Geschichte/Politik) von Anfang an ab. Die Integration der Geschichte in ein Sammelfach macht einen angemessenen Geschichtsunterricht aus strukturellen Gründen unmöglich.

Die eigene Praxis machte mir deutlich, dass ein weiterer Stundenabbau für das Fach Geschichte einen Unterrichtserfolg immer fraglicher werden lässt. Daher entschloss ich mich, für den Vorsitz im Landesverband des VGD zu kandidieren, um einen Einsatz für die Erhaltung und Stärkung des Geschichtsunterrichts zu leisten.

Dr. Wieland Sachse, Studienrat am Felix-Klein-Gymnasium, Göttingen

Meine berufliche Vita in Kürze:

Langjährige Tätigkeit (Forschung, Lehre, Prüfungswesen) am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Göttingen, Lehrauftrag für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Hannover, 1993 Wechsel in den Schuldienst, zunächst Herzberg, dann seit 2001 Göttingen, z.Zt. Lehrbeauftragter für Didaktik der Geschichte an der Universität Göttingen; Mitglied der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Mitglied des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Kommission, Vorsitzender der Fachgruppe Geschichte des Niedersächsischen Heimatbundes;

zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte des 18. und 19.Jahrhunderts.

Meine voraussichtlichen Arbeitsschwerpunkte: Lehreraus- und Fortbildung, Kontakte zur Wissenschaft, Verbandskontakte, Einbeziehung außerschulischer Lernorte in den Geschichtsunterricht, dessen Stärkung schlechthin zur Förderung öffentlichen historischen Bewusstseins.

Herr Groberg ist der Mitgliedschaft bereits bekannt. Er wechselte aus dem Amt eines Beisitzers in das Amt des Schriftführers. Die Rolle des Schulformbeauftragten für Realschulen behält er bei. Die übrigen Mitglieder des erweiterten Vorstands sind weiterhin im Amt. Die Wahlen für diese Vorstandsposten finden turnusgemäß auf der nächsten Mitgliederversammlung im Herbst dieses Jahres statt. Die gültige Namensliste des Vorstands mit allen Adressenangaben und einschlägigen Telefon- und Fax-Nummern finden Sie in der Beilage zum schriftlichen Rundbrief. Wir, der 1. und 2. Vorsitzende, werden die Rundbriefe von jetzt an gemeinsam schreiben und verantworten.

Fast ein Jahrzehnt lang hat Brigitte Netzel den Landesverband Niedersachsen des VGD geleitet. In dieser Zeit gelang es, die Mitgliederzahl nicht nur zu erhalten, sondern zu steigern und den Verband zu konsolidieren.

Die Tage des Geschichtslehrers, die schon zuvor jährlich in den Regionen stattgefunden hatten, wurden nun durch regelmäßige alle zwei Jahre stattfindende zentrale didaktische Tagungen in Hannover ergänzt, die stets in der Elsa-Brändström-Schule stattfanden. Vorträge durch ausgewiesene Fachvertreter und Arbeit in Arbeitskreisen ergänzten einander.

Als 1. Vorsitzende vertrat Frau Netzel den Landesverband bei den Bundesvorstandssitzungen und bei den Anhörungen und Beratungen zu schulischen Neuerungen (z.B. Profiloberstufe), die vom MK in Gang gebracht wurden. Auch die Forderungen aus den Reihen der Mitgliedschaft trug sie den Adressaten im Ministerium vor. Deutlich tritt ihr Einsatz für die Beteiligung an der Lehrerfortbildung hervor. Der Verband beteiligte sich vielfach an Angeboten anderer Träger, z.B. der Landeszentrale für politische Bildung.

Es gelang Frau Netzel eine verbandsnahe Stiftung, die Henning von Burgsdorff-Stiftung, maßgeblich mit zu errichten. Die Verbandsarbeit wird durch diese Gründung auch in Zukunft fruchtbare Anstösse und eine konstruktive Zuarbeit erfahren. Insbesondere war die Ehrung von Kolleginnen und Kollegen, die durch innovative Ansätze die Arbeit im Fach Geschichte gefördert hatten, stets eine Bereicherung der Tage des Geschichtslehrers und eine interessante Anregung für die Zuhörerschaft.

Der Geschichtslehrerverband ist Frau Netzel für die vielen Jahre der Arbeit im Interesse des Verbandes zu großem Dank verpflichtet. Diesen Dank sprach auf der letzten Mitgliederversammlung am 17.10.2002 in Hannover die langjährige Weggefährtin, Frau Karin Jabs-Kiesler, aus. Sie überreichte ihr im Namen des alten Vorstands einen schönen Blumenstrauß zum Abschied. Diesem Dank möchten wir uns als Vertreter des neuen Vorstands anschließen: Wir bauen auf dem auf, was grundgelegt wurde, und profitieren auf diese Weise von unseren Vorgängern. Wir sind dankbar, dass wir ein so wohlgeordnetes Haus übernehmen können. Wir haben den Willen, das Geleistete zu pflegen und zu erhalten, aber auch in bestimmten Punkten eigene Akzente zu setzen. Dazu sagen wir unten mehr.

Wir, die Unterzeichnenden, haben seit unserer Wahl in unsere Ämter Planungsgespräche geführt und erste Leitgedanken formuliert.

  1. Streitigkeiten, die in der Vergangenheit die Arbeit des Vorstands erschwerten, wollen wir bewußt zu den Akten legen.
  2. Unsere Hauptaufgabe als Verband sehen wir in der Erhaltung und Stärkung des Faches Geschichte. Dazu sollen alle Wege beschritten werden, die sich anbieten.
  3. Die Mitgliedschaft soll wachsen, um das Gewicht der Stimme des Verbandes zu steigern.
  4. Die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes soll durch die Einrichtung einer Internetseite des Landesverbandes gestärkt werden.
  5. Die Präsenz des Geschichtslehrerverbandes im Land Niedersachsen soll durch die Pflege der alten und die Einrichtung von neuen Regionen gesteigert werden.
  6. Wir sehen kein Problem darin, dass der erweiterte Vorstand über deutlich mehr Regionalvertreter verfügt, als es bislang üblich war. Es ist für uns eher eine Reisekostenfrage als eine Frage der Arbeitsfähigkeit des Vorstandsgremiums. Dagegen sollen Schulformvertreter nur dann im Vorstand sein, wenn sie ihre Schulform auf Landesebene vertreten.
  7. Der bisherige Flyer soll neu gestaltet werden.
  8. Die Region Göttingen soll Modellregion für den ersten Durchlauf der Fortbildungsarbeit in Zusammenarbeit mit den Hochschulen werden. Die Erfahrungen sollen dann auf die übrigen Regionen im Land übertragen werden.
  9. Es sollen weiterhin Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Trägern stattfinden.
  10. Es soll eine verstärkte Zusammenarbeit mit Archiven und Museen, aber auch mit Geschichtsvereinen und mit dem Niedersächsischen Heimatbund in die Wege geleitet werden.
  11. Die Kooperation mit der Henning-von-Burgsdorff-Stiftung wird von uns als große Chance für den Geschichtslehrerverband gesehen und soll daher gezielt gefördert werden.
  12. Die Beziehung zu den großen Lehrerverbänden und zu den Fachverbänden der benachbarten Fächer soll gepflegt und ausgebaut werden

Diese Punkte werden die nächsten Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen beschäftigen und zu konkreten Beschlüssen führen.

Die neue Nummer der "Informationen" enthält einen Rückblick auf den letzten Tag des Geschichtslehrers am 17. Oktober 2002 in der Elsa-Brändström-Schule in Hannover. Daher können wir uns hier kürzer fassen:

Den Vortrag einer öffentlichen Person aus Wirtschaft oder Politik, so der Vorstandsbeschluss vom 12.02.2002, übernahm der niedersächsische Justizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer. Es ging in seinen Darlegungen um die Aufarbeitung der Unrechtsurteile der Justiz in der NS-Zeit und die Notwendigkeit, sich weiterhin mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu befassen. Eine beeindruckende und Betroffenheit auslösende Ausstellung zur Justiz im Dritten Reich war in der Pausenhalle aufgebaut.

Der Hauptvortrag dieses Tages des Geschichtslehrers befasste sich mit dem Thema: "Geschichtsunterricht als Antwort auf Pisa".

Dass der Geschichtsunterricht für eine internationale Vergleichsuntersuchung auf dem Feld der Lesefähigkeit von Schülern eine zentrale Rolle spielt, sollte immer wieder betont werden. Die Anregungen, die Frau Prof. Dr. Waltraut Schreiber zu diesem Thema gab, sind ein erster Schritt, dem weitere Schritte auf dem Fortbildungssektor folgen sollten.

Die Tagung selbst gab weitere Anstöße, denn Lesefähigkeit bezieht sich nicht nur auf die Fähigkeit einen Buchtext zu lesen, sondern vor allem darauf Informationen aus Medien aller Art zu entnehmen. Einige dieser Möglichkeiten wurden in den Arbeitsgruppen des Nachmittags vorgestellt. So sind auch Bilder (Gruppe 4) und Karten (Gruppe 5) Medien, an denen Lesefähigkeit trainiert werden kann. Das Archiv (Gruppe 6) mit seinen andersartigen Originalquellen stellt eigene Anforderungen an die Lesefähigkeit, wiederum andere das Internet (Gruppe 8). Es wäre sicher wichtig, diese Ansätze auf den geplanten Fortbildungsveranstaltungen in den Regionen aufzugreifen und darüber weiter zu arbeiten.

Die Mitgliederversammlung am Nachmittag des 17.Oktober 2002 befasste sich neben der o.a. Wahl auch mit der Frage der Fortbildungsveranstaltungen. Die Versammlung bekräftigte durch einen einstimmigen Beschluss, dass die Festlegung des erweiterten Vorstandes vom 12.02.2002 in der Fassung, die im Rundbrief 2002 (S.1) niedergelegt ist, für den Landesverband gültig ist. Um es zu wiederholen, sei aus dem letzten Rundbrief zitiert: Es wurde beschlossen, "dass der Vorstand in Hannover und die Regionalvertreter jeweils in ihren Regionen an die historischen Fakultäten der Universitäten mit der Bitte herantreten, an 6 Nachmittagen im Jahr ? von 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr ? Fortbildungen nach folgendem Ablaufschema anzubieten:

  1. Bericht zum neuesten Forschungsstand zu von Lehrerseite (!) zu benennenden relevanten Themen ? dazu Aussprache
  2. Aussprache
  3. Vorstellung der wichtigsten Literatur, deren Besprechung und Bewertung
  4. Vorstellung einer geringen Anzahl zentraler Quellen."

Bei der Finanzierung der Referenten könnten die regionale Fortbildung, unser Verband und die Stiftung zur Förderung des GU anteilig zusammenarbeiten.

Aufbau einer Internetseite

Im Augenblick wird die Internetseite unseres Landesverbandes eingerichtet. Wir erhoffen uns von diesem Angebot eine bessere laufende Information der Mitgliedschaft über Vorhaben, Veranstaltungen und inhaltliche Positionen. Der jährliche Rundbrief erscheint doch zu selten. Dennoch wird es den Rundbrief weiterhin geben, denn ein Teil der Mitglieder verfügt nicht über einen Internetzugang.

Es ist geplant, dass alle Informationen über die Organisation des Landesverbandes, Namen und Adressen der Vorstandsmitglieder, Eintrittsformular, Satzung u.a. im Internet erscheinen. Es wird eine Nachrichtensammlung und einen Terminkalender für die wichtigsten Veranstaltungen, auch für Veranstaltungen außerhalb des Verbandes, geben.

Weitere Unterpunkte können Mitteilungen aus den Regionen, Protokolle von regionalen Sitzungen, der Rundbrief und Einladungen zu besonderen Veranstaltungen sowie Veröffentlichungen sein. Wir werden unsere Seite mit den Internetauftritten des Bundesverbandes und der Landesverbände sowie mit Museen und Ausstellungen verlinken.

Solange die Henning-von-Burgsdorff-Stiftung noch nicht über eine eigene Internetseite verfügt, kann sie auf der Verbandsseite sozusagen als Gast mitgeführt werden.

Tag des Geschichtslehrers in Osnabrück am 2. April 2003

Zum dritten Mal findet der Tag des Geschichtslehrers in Osnabrück statt. Die Einladung liegt diesem Rundbrief bei. Auf der Rückseite finden Sie das Tagungsprogramm. Am Nachmittag wird ? wie Sie aus der Einladung ersehen ? eine Exkursion nach Kalkriese zur Ausgrabungsstätte der Varusschlacht angeboten. Von allen, die teilnehmen möchten, benötigen wir eine Anmeldung um sicher planen zu können. Die Anmeldeadressen finden sich im Einladungsschreiben.

Frau Jabs-Kiesler hat die gesamte Vorbereitung übernommen und arbeitet seit Monaten an der Umsetzung des Tagungsplans. Wir danken ihr schon an dieser Stelle für die gewaltige bisher investierte Arbeit.

Wir werden uns als Verband dafür stark machen, dass der Historikertag 2006 in Osnabrück stattfindet. Die Stadt Osnabrück und damit das westliche Niedersachsen haben es verdient, einmal in das Zentrum der Aufmerksamkeit aller historisch Interessierten zu rücken. Als Stadt des westfälischen Friedens ist Osnabrück eine Reise wert. Der Friedenssaal, zahlreiche historische Gebäude, die Besonderheiten des Bistums und nicht zuletzt die aufsehenerregenden Ausgrabungen der Varusschlacht in der Nähe der Stadt, aber auch die besonderen Zeugnisse der neuzeitlichen und modernen Geschichte gehören zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt und des Umlandes.

Als Universitätsstadt bietet Osnabrück alle Voraussetzungen für eine große Tagung. Zudem böte das Schloss als zentraler Versammlungsort das richtige Ambiente für einen Kongress wie den Historikertag. Ich werde als 1. Vorsitzender beim Bundesvorstand in Mainz dafür eintreten.

Arbeit in den Regionen

Es gibt aktive und weniger aktive Regionen im Verbandsgebiet und es gibt weiße Flecken. Diese weißen Flecken zu beseitigen wird Zeit erfordern. Aber in den bereits aktiven Regionen sollte jetzt intensiv darüber nachgedacht werden, auf welche Weise der Beschluss, Fortbildungsveranstaltungen mit Hochschullehrern anzubieten, umgesetzt werden kann.

Die Region Göttingen ist Vorreiter und wird das beschlossene Modell ausprobieren, das dann evtl. übernommen werden kann.

Ausgehend von zuvor abgefragten Bedürfnissen und Wünschen der Geschichtskollegen ist daran gedacht, eine eintägige Fortbildungsveranstaltung oder eine Folge von 3 bis 4 Nachmittagsveranstaltungen innerhalb eines Halbjahres in der Region durchzuführen. Hierzu werden ausgewiesene Hochschullehrer des Historischen Seminars der Universität Göttingen als Referenten und Ansprechpartner eingeladen. Eine grundsätzliche Die Kollegen werden im Vorfeld ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen, die dann in Verbindung mit neueren Ergebnissen der Forschung in Arbeit und Diskussion zur Geltung kommen. Besonders ist daran gedacht, neue Forschungsbereiche wie Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, Gender Studies und außereuropäische Geschichte ebenso einzubeziehen wie solche zu den klassischen historischen Epochen. Die Hochschullehrer sollen ? ausgehend von ihren neuen Forschungsbereichen ? für Lehrer relevante Perspektiven und Inhalte vorstellen und über deren Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht diskutieren. Eine kommentierende und empfehlende Einführung in neuere Fachliteratur sowie eine Vorstellung geeigneten Quellenmaterials sind vorgesehen. Ziel ist, den abgerissenen Dialog zwischen universitärer Geschichtswissenschaft und Geschichtsunterricht als wichtigen Multiplikator in die Öffentlichkeit mit neuem Schwung neu zu begründen.

Eine Bitte an die Geschichtsfachkonferenzen

Die Henning-von-Burgsdorff-Stiftung zeichnet in jedem Jahr Kolleginnen und Kollegen aus, die mit ihren Schülern ein innovatives Vorhaben im Geschichtsunterricht verwirklicht haben. Bitte achten Sie schon jetzt darauf, wer evtl. für diesen Preis in Frage kommt.

Und eine andere Bitte zum Schluss:

Üben Sie Nachsicht mit uns, wenn etwas anders oder in einer anderen Zeit und Reihenfolge durchgeführt wird. Wir wollen die Akzente neu verteilen und dazu benötigen wir Freiraum. Wir sind aber entschlossen, Arbeit zu investieren und d.h. die Erfolge werden nicht ausbleiben.

Mit freundlichen Grüßen aus Hannover und Göttingen

Dr. Martin Stupperich und Dr. Wieland Sachse

19. Februar 2003

 

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