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2013.01: Rundbrief Febr./März 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist zwar nicht mehr die Zeit, aber nachträglich möchten wir Ihnen im Namen des NGLV die besten Wünsche für das Jahr 2013 übermitteln!

 

Es wird bezogen auf unseren Verband ein in mancher Hinsicht besonderes Jahr werden. 2013 feiert der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands sein hundertjähriges Bestehen. Da der Verband in Marburg gegründet wurde, findet in Marburg die Jubiläumsveranstaltung statt. Aus diesem Anlass wird eine ausführliche Geschichte des Verbandes erscheinen. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Eckart Conze,Marburg. Ein Plakat ist fertiggestellt worden, dessen Entwurf und Herstellung der NGLV übernommen hatte. Wer in seiner Schule oder Institution ein Plakat aufhängen möchte, melde sich bitte beim Vorsitzenden des NGLV!

Da Marburg nicht nur der Tagungsort, sondern darüber hinaus eine sehenswerte Stadt mit langer und teilweise bedeutender Geschichte ist, lohnt sich eine Busreise dorthin, zu der wir noch einmal gesondert einladen. Eine Stadtführung ist bereits Teil des Programms.

 

Eine zweite Besonderheit dieses Jahres ist die große Euroclio-Jahrestagung im Augustinerkloster in Erfurt vom 7. bis zum 13. April. „Euroclio“ ist der Europäische Geschichtslehrerverband, dem der VGD und somit indirekt auch der NGLV als Teilver­bände angehören. In früheren Jahren hielt sich der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands in auffallender Weise abseits und verzichtete darauf, im europäischen Verband eine Rolle zu spielen. Dies hat sich jetzt geändert. Der VGD sieht in der aktiven Teilhabe am gesamteuropäischen Aus­tausch der Geschichtslehrer untereinander eine Chance. Seit kurzer Zeit ist die deutsche Vertrete­rin im Präsidium von Euroclio, Sylvia Semmet, sogar auf den Präsidentenstuhl gerückt. Daher ist es folgerichtig, dass die diesjährige große Tagung nunmehr in Deutschland stattfindet. Für eine eintägige Teilnahme einschließlich Mahlzeiten wird ein Tagungsbeitrag von 50 € erhoben. Für mehrtägige Teilnahmen mit Übernachtung wird es entsprechend teurer. Allein der Tagungsort ist bereits eine Reise wert. Das Augustinerkloster in Erfurt wurde durch Martin Luther weltberühmt. Auch die Stadt selbst bietet hervorragende Sehenswürdigkeiten. Das Thema der Euroclio-Jahreskonferenz in Erfurt trägt einen unverwechselbar deutsch geprägten Titel: „Reflecting Remembrance – Teaching History for a Common Culture of Remembrance“. Es wird im Rahmen dieses Programms auch ein Exkursionsangebot geben, u.a. nach Weimar und Buchenwald. Internet: http://www.euroclio.eu/new/index.php/2013-erfurt , vgl. auch die Informationen auf unserer Verbandsseite: http://www.nglv.de/index.php?pid=3&id=1563

 

Unsere eigene Frühjahrstagung findet in diesem Jahr wieder im Mai statt, genauer Termin ist der 28. Mai 2013. Diesmal hat die Region Braunschweig, vertreten durch unseren Regionalbeauftragten Christian Werner, die Ausrichtung der Tagung übernommen. Veranstaltungsort ist das Landesmuseum Braunschweig. Im Zentrum des Programms steht noch einmal die Erinnerungskultur. Diesmal beziehen wir uns auf die DDR-Geschichte und haben als Hauptreferenten den Leiter der ehemaligen Erfassungsstelle Salzgitter für DDR-Unrecht, Herrn Dr. Hans-Jürgen Grasemann, eingeladen. Wir werden den Film „Das Archiv des Unrechts – Die Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter“ in einem Workshop nicht nur vorführen, sondern ausführlich diskutieren. Wir hoffen für jeden Teilnehmer ein Exemplar des Films zur Verfügung stellen zu können. Die Produzenten des Films aus dem Niedersächsischen Innenministerium werden dazu referieren. Neben diesem Workshop wird es am Nachmittag zwei weitere Workshops geben, einmal über die Landesausstellung „Die Römer kommen“ im Braunschweiger Landesmuseum; außerdem wird unter dem Titel „Jüdisches Leben in Braunschweig“ eine Führung durch die Ausstellung im Jüdischen Museum in Braunschweig angeboten. Das endgültige Programm wird im April-Rundbrief veröffentlicht. Der Tagungstermin steht aber schon fest, so dass Sie bereits jetzt den 28. Mai im Kalender blocken und einen Antrag bei Ihrer Schulleitung stellen können.

Wir hatten geplant im Rahmen dieser Frühjahrstagung einen Kurzvortrag über die ausführlichen Recherchen unseres Vorstandsmitglieds Heinz-Peter Platen stattfinden zu lassen. Er hatte sich die Mühe gemacht, die z.T. sehr unterschiedlichen Entwicklungen der Curricula und der Abituranforderungen in den Bundesländern zusammenzutragen und zu vergleichen. Leider kreuzte sich unsere Anfrage mit der Nachricht von seinem plötzlichen Tod. Wir werden seiner im Rahmen der Veranstaltung gedenken und die voraussichtlichen Inhalte des von ihm erwarteten Vortrags ersatzweise durch den Vorsitzenden referieren.

 

Ablauf der Frühjahrstagung

am Dienstag, den 28. Mai 2013,

im Vortragssaal des Braunschweigischen Landesmuseums

 

Zeitplan:

8.30 Uhr               Einlass, Kaffee

                  Eintrag der Teilnehmer in die ausliegenden Listen

                  Besichtigung der Verlagsausstellungen

9.30 Uhr               Begrüßung

                                   Dr. Martin Stupperich, Vors. NGLV

9.40 Uhr                Grußwort für die Stadt Braunschweig

                                   Frau Bürgermeisterin Ihbe

10.00 Uhr             Vortrag von Dr. H.-J. Grasemann, Leiter der ehem. Zentralen Erfassungsstelle Salzgitter

11.00 Uhr            Frage- und Diskussionsrunde

 

11.15 Uhr            Kaffeepause

 

11.45 Uhr             Vergleichende Darstellung der Kerncurricula und Abituranforderungen der Bundesländer im Gedenken an Heinz-Peter Platen

                                    Referat aus dessen Arbeiten durch Dr. Martin Stupperich

12.15 Uhr             kurze Vorstellung der Workshops und der Tagungsorte der Arbeitskreise

 

12.30 Uhr             Mittagspause  (Möglichkeiten zum Mittagessen in der Nähe des Landesmuseums)

                                    Während der Mittagspause Vorstandssitzung des NGLV

 

13.45 Uhr            Einlass zu den Workshops

14.00 Uhr            Beginn der Arbeit in den Workshops

15.30 Uhr            Ende der Frühjahrstagung

 

Workshops:

I.               Dokumentarfilmpräsentation "Archiv des Unrechts" - Filmpremiere mit anschließender Diskussion

II.              "Die Römer kommen. Roms vergessener Feldzug“ - Landesausstellung zur Römischen Geschichte im Braunschweigischen Landesmuseum

III.            „Jüdisches Leben in Braunschweig“ - Führung durch die Ausstellung des Jüdischen Museums in Braunschweig

 

 

Der Hauptvorstand des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands tagt in diesem Frühjahr am 2. und 3. März in Hannover, d.h. dass der NGLV Gastgeber ist. Da die Mieten für das Historische Museum inzwischen stark gestiegen sind, haben wir im Gemeindehaus der Neustädter Hof- und Stadtkirche in der Calenberger Neustadt eine preisgünstige Unterkunft gefunden. Die deutliche Zurückhaltung zur Schonung der Finanzen – auch die Tagungsdauer wurde um einen Tag reduziert – macht deutlich, dass der neue Bundesvorstand seine Verantwortung im Blick auf einen sparsamen Umgang mit den von den Landesverbänden zur Verfügung gestellten Mitteln erkannt hat. Hauptaufgabe der Hauptvorstandssitzung ist einerseits die Vorbereitung der Marburger Jubiläumsveranstaltung am 28. September, andererseits die Planung des nächsten Historikertages in Göttingen 2014. Im Rahmen des weiteren Programms wird der HV die neuen Redakteure für die Bundeszeitschrift „Geschichte für heute“ abschließend bestimmen. Erstmals ist mit Herrn Dr. Hans-Joachim Müller, stellvertretender Vorsitzender des NGLV, ein Niedersachse und Mitglied unseres Verbandes designiertes Redaktionsmitglied.

Um über die engeren Beratungen hinaus ein Programm im Angebot zu haben, bietet der  NGLV als Gastgeber seinen Gästen aus den anderen Bundesländern bzw. Landesverbänden eine historische Stadtführung an.

 

Das Kulturdezernat der Landeshauptstadt hat aus Anlass der 80jährigen Wiederkehr der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 ein umfangreiches Gedenkprogramm aufgelegt. Von Januar bis November finden insgesamt 14 Veranstaltungen statt. Die Themen reichen von einem Vortrag des früheren Kultusministers und Landtagspräsidenten Rolf Wernstedt über deutsche Erinnerungskulturen über den Reichstagsbrand und vergebliche Republikverteidigung durch das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, zur Bücherverbrennung, Verfolgung religiöser Minderheiten und Homosexueller sowie zum Leben von Juden in der bürgerlichen Gesellschaft unter diesen politischen Voraussetzungen. Sie finden das Programmheft im Internet unter dem Titel “1933: Der lange Schatten. NS-Herrschaft und das Ende der Demokratie“: http://www.hannover.de/content/download/409993/8588352/version/2/file/programm_langer_schatten_1933.pdf

 

Der Vorsitzende des Fachverbandes Geschichte und Politik Hamburg, Dr. Helge Schröder, bietet die Teilnahme an einem internationalen Seminar des Maximilian-Kolbe-Werks für ca. 20 Lehrerinnen und Lehrer in Auschwitz an. Die Tagungssprache ist Deutsch. Es entstehen Kosten in Höhe von ca. 300,- €. Näheres finden Sie unter http://auschwitz-im-unterricht-2013.blogspot.de .

 

Hinweisen wollen wir auch auf die von der Stiftung Aufarbeitung zum sechsten Mal veranstaltete Geschichtsmesse „Geschichte lernen im 21. Jahrhundert – Demokratie und Diktatur nach 1945 in Deutschland und Europa“, die vom 28. Februar bis 2. März 2013 in Suhl (Thüringen) veranstaltet wird. Nähere Hinweise finden Sie unter www.geschichtsmesse.de .

 

Inzwischen ist die Phase der Neubearbeitung der gültigen Kerncurricula angebrochen. In der neuen Kommission des KC Geschichte für die Sekundarstufe I ist auch Herr Dr. Johannes Heinßen, einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden unseres Verbandes, vertreten. Wir freuen uns darüber, dass auf diese Weise nach längerer Zeit wieder ein Vertreter des Verbandes in die Lehrplanarbeit des MK einbezogen ist. Die Kommission hat ihre Arbeit bereits aufgenommen. Diese wird sich noch das ganze Jahr über hinziehen. Nach dem jetzigen Stand der Dinge wird das neue KC Sek I zum 1. August 2015 in Kraft treten, so dass hinreichend Zeit für die Erstellung von Schulcurricula bleiben wird.

Wir werden über erste Ergebnisse, die mitgeteilt werden können, rechtzeitig in unseren Rundbriefen berichten.

  

In der Hoffnung, dass Sie mit dem in diesem Jahr besonders kurzen Schuljahr keine allzu großen Probleme bekommen, grüßen vielmals

 

Dr. Martin Stupperich, Vors.   

Dr. Johannes Heinßen, stellv. Vors.          

Dr. Hans-Joachim Müller , stellv. Vors.                   

  

 

 

   
  
   
 

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