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2012.04: Rundbrief Sept/Okt. 2012

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

zum Schuljahresbeginn wünschen wir Ihnen einen guten Start mit frischer, in der Sommer­pause neu gewonnener Kraft. Auch wenn die Klassen in manchen Regionen Nieder­sach­sens seit dem neuen Schuljahr kleiner geworden sind, bleibt nach wie vor eine aus früheren Streich­aktionen im Bereich der zur Verfügung stehenden Ressourcen herrührende überdurch­schnittliche Belastung der Lehrkräfte erhalten. Sofern der Geschichtslehrerverband auf seinem Sektor Hilfestellung leisten kann, sind wir dazu gern bereit.

 

Das zurückliegende Schuljahr war in der Schlussphase geprägt von zahlreichen immer wieder einlaufenden Rückmeldungen zum Zentralabitur. Es gab in diesem Jahr überdurchschnittlich viel Unzufriedenheit und Kritik an den Aufgabenstellungen, die von der zentralen Kommis­sion formuliert worden waren. Eine Kommission des Geschichtslehrerverbandes hat aus der Vielzahl von teilweise umfänglichen Rückmeldungen einen zusammenhängenden Text formuliert, der dem Kultusministerium eingereicht wurde. Als Hauptpunkte dieses Papiers lassen sich auflisten:

·   Die Aufgabenstellungen passten nicht immer zu den Erwartungshorizonten und z.T. nicht zu den Thematischen Schwerpunkten (Thema Reformation).

·   Die Klarheit der Aufgabenstellungen ließ bisweilen zu wünschen übrig.

·   Die Semesterübergriffe fielen mehrfach sehr konstruiert aus, z.T. waren sie wegen der sehr großen zeitlichen und inhaltlichen Distanz zwischen den zu vergleichende Phänomenen als historisch problematisch zu betrachten.

·   Die Qualität eines der gelieferten Bilder war für manche unzureichend (was allerdings auf die technische Ausstattung der betreffenden Schulen zurückzuführen war).

·   Der in der Operatorenliste fehlende Operator „auseinandersetzen“ führte zur Irritation auf Sei­ten der Schüler.

 

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich der Mühe unterzogen haben, ihre Kritikpunkte schriftlich aufzulisten, so dass dieses Papier des NGLV formuliert werden konnte. Es war Gegenstand eines Gesprächs im Ministerium mit MR Bade am 17. Juli 2012, an dem neben Vorstandsmitgliedern des NGLV auch zwei Vertreter der zentralen Kommis­sion teilnahmen. Abgesehen von der Kritik an den ZA-Aufgaben ging es in diesem Gespräch um die kommenden Aufgabenformate, nachdem regional vereinzelt in Fortbil­dungs­veranstaltun­gen durch Fachberater die Information gegeben worden war, die in regionalen Multiplikatorenfortbildungen 2011 angekündigte Veränderung der Aufgabenfor­mate für das Zentralabitur sei hinfällig. Dies war von einzelnen Teilnehmern so interpretiert worden, dass die Aufgabenstellungen des Zentralabiturs 2013 weiterhin dem Muster der bis­he­rigen Aufgabenstellungen folgen würden. Es wurde von Seiten des Ministeriums zuge­sagt, dass offizielle Informationen zu den neuen Aufgabenformaten allen Schulen  recht­zeitig zugestellt würden, so dass die Vorbereitungen auf das kommende Zentralabitur in Orientierung daran erfolgen könnten.

 

Im Augenblick laufen die Vorbereitungen auf den Historikertag 2012 in Mainz vom 25.09. bis zum 28.09.12. Im Rahmen dieses Kongresses findet die Jahressitzung des Hauptvorstan­des des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) und die Delegierten­versamm­lung des VGD statt. Im Hauptvorstand sind die Vorsitzenden aller 16 Landesver­bände, zu denen auch der NGLV gehört, vertreten. In die Delegiertenversammlung entsendet jeder Landesverband eine bestimmte von der jeweiligen Mitgliederzahl abhängende Anzahl von Vertretern. Im Fall Niedersachsen sind es sechs Delegierte. Diese haben in­zwischen ein umfängliches Delegiertenheft mit Rechenschaftsberichten, Tagesordnungen, Protokollen und anderen Informationen erhalten. Es wird auf der diesjährigen Delegierten­konferenz um die Neuwahl des Vorsitzenden des Bundesverbandes gehen. Von dieser Wahl hängt letztlich auch der Erfolg einer Neuausrichtung des Dachverbandes ab. Diese Neuaus­richtung wird zu diskutieren sein, denn gerade wir Niedersachsen können nach der zahlreich vorgetragenen Kritik von unserer Seite an der Amtsführung des VGD-Vorstands mit einem Weiterso nicht einverstanden sein.

Was unbedingt erreicht werden müsste, ist die Klärung des Verhältnisses zwischen Dachver­band und Landesverbänden

·   Der VGD ist als Dachverband oberhalb selbstständig existierender Landesver­bände einzustufen. Daraus folgt, dass eine Mitgliedschaft im VGD für Einzelper­sonen nicht möglich ist.

·   Zwischen dem Geschäftsführenden Vorstand des VGD und den Vorsitzenden der Landesverbände sollte ein Klima der Zusammenarbeit gepflegt werden im Sinne eines Verzichts auf Direktiven von oben und der Ansiedlung von Beschlüssen auf der Basis kollegialer Absprachen.

Die zentrale Aufgabe eines Dachverbandes ist die Verstärkung der Durchsetzungskraft bei der Verfolgung der allgemeinen Ziele der Mitgliedsverbände. Dazu gehören u.E. vor allem folgende Ziele:

·   Einsatz für die Wahrung des eigenständigen Geschichtsunterrichts gegen Tenden­zen zur Einführung des Integrationsfaches, das aus der Zusammenfügung von verschiedenen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern zu einem einzigen Fach entsteht.

·   Einsatz für die Wahrung des GU als Hauptaufgabe und Kerngeschäft des VGD im Gegensatz zu allgemeinen gesellschaftlichen Aktivitäten.

·   Eigenständige Aktivität als Dachverband in Absprache und Kooperation mit den Landesverbänden zur Vorbeugung gegen Tendenzen zur Schwächung des GU in einzelnen Bundesländern (Vermeiden von Dominoeffekten).

·   Durchführung von zentralen Bundes-VGD-Tagungen zur Klärung von Grundfra­gen des schulischen Geschichtsunterrichts als Kerngeschäft des Verbandes.

·   Zeitnahe Stellungnahmen des VGD zu den das Schulfach Geschichte betreffen­den Vorgaben der KMK und einzelner Ministerien.

·   Erstellen eines Muster-KC Geschichte für die Oberstufe der Gymnasien.

 

Wir werden in Mainz sehen, inwieweit diese Punkte im Verband mehrheitsfähig sind. Vorab werden dem designierten neuen Bundesvorsitzenden, Herrn StD Ulrich Bongertmann aus Rostock, diese Punkte zur Stellungnahme zugeleitet, um auf diese Weise für die niedersächsi­schen Delegierten einen Anhaltspunkt für die Abstimmung am 25. September in Mainz zu erhalten.

 

In Vorbereitung des 100jährigen Jubiläums des VGD wurde vom NGLV-Vorsitzenden auf der Hauptvorstandssitzung im Frühjahr vorgeschlagen, dieses Jubiläum, das am Gründungsort in Marburg begangen werden soll, mit einem Plakat zu bewerben. Der Stand des VGD auf dem Historikertag wird mit diesem Plakat ausgekleidet, so dass viele Historiker auf das hundertjährige Bestehen des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands schon jetzt ein Jahr vorher aufmerksam werden. Zudem verhindert diese Ausgestaltung des Standes das aus den Vorjahren bekannte etwas armselige Erscheinungsbild des VGD-Standes, der von kaum jemandem wahrgenommen wurde, was auch für die Landesverbände ungünstige Auswirkun­gen hat.

 

Mit dem Näherrücken des Herbstes rückt auch der Termin des Zentralen Tages des Geschichts­lehrers, der Jahrestagung unseres Verbandes in Hannover, näher. Die Tagung ist mit mehreren Beiträgen dem Nachdenken über die Erinnerungskultur in Deutschland und Europa gewidmet. Wie schon auf den früheren Tagen des Geschichtslehrers wird es am Vormittag zwei Hauptvorträge geben. Nach der Mittagspause wird die Preisverleihung der Henning von Burgsdorff Stiftung stattfinden. Anschließend bieten wir mehrere Workshops zu den aktuellen Themen der Erinnerungskultur und des spanischen Kolonialismus an, bevor dann abschließend die Mitgliederversammlung des NGLV beginnt.

 

 

Das Historische Museum hat auf Weisung der Stadt Hannover seine Lokalmiete massiv erhöht, so dass heute durch den NGLV der dreifache Mietpreis zu entrichten ist. Wir müssen aus diesem Grunde am Eingang von jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer, die/der am Tag des Geschichtslehrers in Hannover teilnehmen möchte, aber nicht Mitglied unseres Verbandes ist, eine Teilnahmegebühr von 8,- € erheben. Die Standgebühren für die Verlage werden ebenfalls erhöht, so dass wir auf diese Weise die Mehrkosten für die Lokalmiete schultern können. Die Alternative wäre gewesen einen anderen Tagungsort in Hannover zu suchen. Aber das Historische Museum hat entscheidende Vorteile. Es liegt zentral, ist fußläufig vom Bahnhof erreichbar, bietet ein unvergleichliches Ambiente, verfügt über einen Vortragssaal und weitere Räumlichkeiten für parallel stattfindende Vorträge und Versammlungen und bietet last not least für jeden Historiker interessante und sehenswerte Exponate und Sonder­ausstellungen. Außerdem gibt es dort einen sehr rührigen Museumsverein, der bei Veran­staltungen im Haus die Versorgung mit Kaffee und anderen Getränken sowie die Ausgabe von kleinen Imbissen übernommen hat, so dass der NGLV sich nicht anderweitig zu bemühen braucht. Der Vorstand hat daher beschlossen, versuchsweise alles auf der neuen Basis mit den neuen Gebühren in der gewohnten Form zu belassen.

 

Die Anmeldung zur Tagung erfolgt in der gewohnten Weise formlos an die o. a. Adresse. Die einlaufenden Anmeldungen werden in der Regel durch ein Bestätigungsschreiben beantwortet.

 

 

In der Hoffnung, dass Sie sich schon jetzt und damit frühzeitig entschließen, an der Zentralen Tagung in Hannover teilzunehmen, grüßen wir sehr herzlich  und wünschen noch einmal einen guten Schulbeginn

 

 

 

Dr. Martin Stupperich,  Vorsitzender             

Dr. Hans.Joachim Müller, Stellvertreter                

Dr. Johannes Heinßen, Stellvertreter

                            

 

 

 

 

   
 Unsere zentrale Tagung im November findet in unmittelbarer Nähe des Nds. Landtags statt. 
 Unsere zentrale Tagung im November findet in unmittelbarer Nähe des Nds. Landtags statt. 
   
  
   
 

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