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2012.03: Rundbrief Juni/Juli 2012

 22. Juni 2012


 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

allmählich kündigt sich das Schuljahrsende an! Wir wünschen Ihnen für den Endspurt viel Kraft und für die anschließenden Sommerferien Entspannung und gute Chancen für den Wiederaufbau der Ressourcen, die Sie alle im neuen Schuljahr benötigen!

 

Für dieses neue Schuljahr hatte unsere Frühjahrstagung in Delmenhorst am 30. Mai schon vorgesorgt, denn es ging im Hauptvortrag um das Pflichtthema für die Prüfungskurse im ersten Halbjahr „Krise(n) der römischen Republik seit dem 2.Jahrhundert v. Chr.“ Die knapp 100 Kolleginnen und Kollegen, die sich im Turbinenhaus des Nordwestdeutschen Museums für Industriekultur auf der Nordwolle versammelt hatten, hörten ein außerordentlich fachkundiges und engagiert vorgetragenes Referat des Bielefelder Althistorikers Prof. Uwe Walter, das sich auf dem neuesten Stand der Forschung bewegte. Prof. Walter ging aus von der seit Appian vorherrschenden Meistererzählung eines Verfalls der inneren Ordnung aufgrund der außenpolitischen Inanspruchnahme Roms. Er stellte demgegenüber die ausschließlich auf interne Machtbalance und Machtwahrung derrömischen Senatsaristokratie ausgerichtete Handlungsbasis der römischen Politik in den Mittelpunkt, der jede innere Ausrichtung auf Problemlösung gefehlt habe. Schon die Wahrnehmung politisch-sozialer Probleme sei unterentwickelt gewesen, so dass es keinerlei Instrumente des Interessenausgleichs gegeben habe. D. h.der Republik fehlten die Möglichkeiten einer Abfederung aufkommender Gegensätze, weshalb im Folgenden die eher republikanischen Institutionen wie Volksversammlung und Volkstribunat eine größere Rolle spielten, die einzelnen Mitgliedern der Senatsaristokratie eigene Wege der Machtsicherung eröffneten, was jedoch die alten Strukturen der Senatsaristokratie durchaus nicht in Frage stellte. Die gesteigerte Risikobereitschaft einzelner Mitglieder der Senatsaristokratie, deren Aktivität im römischen Bürgerkrieg (49-45 v. Chr.) ihren Höhepunkt fand, führte schließlich zum Machtantritt Octavians. Er stabilisierte seinerseits das alte System und verlieh ihm erstmals Dauerhaftigkeit, verschob allerdings die Gewichte innerhalb des Systems so nachhaltig, dass von der Eröffnung einer neuen Epoche gesprochen werden kann.

 

Die zweite Hälfte der Tagung war vom Thema „Lernen im Museum“ geprägt. Eingeleitet wurde diese Phase durch den Vortrag des Oldenburger Geschichtsdidaktikers Prof. von Reeken über eben dieses Thema. Er stellte die Chancen eines Museumsbesuches in den Mittelpunkt und betonte die Bedingungen eines Erfolges, die nicht vernachlässigt werden dürften: Ein Besuch im Museum müsse ausführlichvorbereitet sein; zudem müsse Führung und Beaufsichtigung u.U. mit Hilfe gezielter Aufgabenstellungen gegeben sein.

Der Nachmittag war vier verschiedenen Workshops gewidmet, die sich alle je auf ihre Weise mit der Nordwolle und ihrer Rolle im Zusammenhang der allgemeinen Geschichte befassten. Sie machten Mut, sich zur Verdeutlichung geschichtlicher Zusammenhänge im normalen Unterricht verstärkt auf regionalgeschichtliche Sachverhaltezurück zu beziehen und die Schülermotivation durch die damit gegebene besondereNähe des Geschehens, das sich in und um die eigenen Wohnorte zutrug, anzuregen.

Für die Vorbereitung und Organisation dieser gelungenen Tagung am historischen Ort in Delmenhorst sei dem Kollegen Dr. Hans-Joachim Müller und der Kollegin Herta Hoffmann an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt.

 

Wer sich über die Ausführungen von Prof. Walter ausführlicher informieren möchte, findet einen Tagungsbericht sowie eine Kurzfassung des Vortrags und die während desVortrags ausgehändigten Papiere auf der Verbandshomepage des NGLV im Internet (www.nglv.de=> Landesverband => C. Aktuelles).

 

Sie finden an dieser Stelle auch die Einladungen zu den beiden Zusatzfortbildungen in Hannover und Göttingen zum Thema Krise der römischen Republik, die der NGLV eingerichtet hat, um den Mitgliedern aus dem mittleren und südlichen Niedersachsen, denen der Weg nach Delmenhorst zu weit gewesen wäre, entgegen zukommen. Die ursprünglich auch für Braunschweig geplante Tagung zu demselben Thema wurde abgesagt, weil es bereits ein entsprechendes Angebot durch den Landesfachberater für die Region Braunschweig gab.

Da es sich um unmittelbar aktuelle Angebote handelt, folgt hier noch einmal die Einladung:

 

 

Einladung zu Fortbildungsveranstaltungen
des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes (NGLV)
in Hannover und Göttingen

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

der Niedersächsische Geschichtslehrerverband (NGLV) veranstaltet im Juli 2012 in Göttingen und Hannover Fortbildungsveranstaltungen zum abiturrelevanten Thema „Die Krise(n) der Römischen Republik seit dem 2. Jh. v. Chr.“. Dazu laden wir herzlich ein.

Da die Frühjahrstagung des NGLV am 30. Mai vor allem von Kolleginnen und Kollegen aus dem nördlichen und nordwestlichen Niedersachsen besucht wurde, bietet der Verband diese Fortbildungstagungen für den mittleren und südlichen Bereich Niedersachsens gesondert an. Dennoch schicken wir die Einladung an alle Gymnasien, denn der Akzent dieser Fortbildungen wird diesmal weniger auf der Vermittlung des Forschungsstandes als vielmehr auf der unterrichtlichen Umsetzung liegen.

 

Die Göttinger Tagung wird geleitet von Dr. Frank Goldmann. Sie findet am 17. Juli 2012 von 15.00 bis 17.30 Uhr im Felix-Klein-Gymnasium in Göttingen, Raum K146, statt.

 

Die Hannoversche Tagung wird von Dr. Axel Ehlers geleitet. Sie findet am 18. Juli 2012 von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr in der Leibnizschule Hannover, Röntgenstr. 8, in Raum B 105 statt.

 

Bitte melden Sie sich bis zum 14. Juli 2012 bei der Verbandsleitung (Dr. Martin Stupperich, s.o. bzw. Fußzeile) formlos per E-Mail oder Fax an. Sie erhalten dann eine Teilnahmebestätigung.

 

Dr. Martin Stupperich

Vorsitzender NGLV

 

 

Im Augenblick laufen regelmäßig Rückmeldungen über den Verlauf des Zentralabiturs und insbesondere über die Kritik der Aufgabenstellungen im Fach Geschichte ein.Wir danken den Kolleginnen und Kollegen, die sich die Mühe gemacht haben, ihre Beobachtungen und Kritik in z.T. längeren Ausführungen zu erläutern. All diese Rückmeldungen werden in einen zusammenfassenden Bericht integriert, den der Verband an das Ministerium mit der Bitte um Abhilfe und zukünftige Änderung weiterleiten wird.

 

Ebenso versandte der NGLV ein Schreiben an Kultusminister Althusmann mit der dringenden Aufforderung, Klarheit in der Frage der Aufgabenformate für die kommenden Abiturprüfungen zu schaffen. Eine Antwort darauf steht noch aus.

 

Schon jetzt wirft die zentrale Tagung des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes in Hannover ihre Schatten voraus. Sie findet am 8. November am vertrauten Ort im Historischen Museum statt.

 

 

Entwurfsskizze für die zentrale Tagung des NGLV

am 8. November 2012
im Historischen Museum in Hannover

 

Geplant ist nach den üblichen Begrüßungen

  1. eine Wiederaufnahme des Themas Spanischer Kolonialismus mit dem Schwerpunkt auf praktischen Erfahrungen im Unterricht und konkreten didaktischen und methodischen Anregungen für den Unterricht
  2. ein Vortrag über Nationale Gedenktage (12. Oktober in Spanien und 27. Januar in Deutschland); angefragt wurde die Kulturwissenschaftlerin Prof. Aleida Assmann (Konstanz)

 

Für den Nachmittag ist die Preisverleihung an Kolleginnen und Kollegen, die sich um den Jahrespreis der Henning von Burgsdorff Stiftung beworben haben, geplant.

Anschließend finden wieder Workshops statt, bevor um ca. 16.00 Uhr die Mitgliederversammlung des NGLV beginnt.

 

 

Für die Mitgliederversammlung stehen noch einige Planungen und Überlegungen aus: Neu zu besetzen ist der Posten derSchatzmeisterin/des Schatzmeisters. Unsere Kollegin Frau Raffel (Hannover), diein diesem Amt bisher mit großem Engagement und großem Erfolg arbeitete, kanndies nicht fortsetzen. Daher sucht der NGLV aus dem Kreis seiner Mitglieder

eine Nachfolgerin/einenNachfolger für den Vorstandsposten
der Schatzmeisterin/des Schatzmeisters

und bittet auf diesem Wege um Meldungen bis zum15.9.2012. Die Kandidatin/der Kandidat wird im Fall seiner Wahl durch dieMitarbeit im Geschäftsführenden Vorstand Mitglied des entscheidendenVorstandsgremiums. Alle maßgebenden Überlegungen werden zunächst in diesemKreis angestellt, bevor sie im Erweiterten Vorstand oder aber in derMitgliederversammlung zum Beschluss werden. Der  Schatzmeister ist somitnur mit einem Teil seiner Arbeitskraft für die Verbandsfinanzen zuständig, miteinem anderen Teil seiner Kraft arbeitet er für die Leitung des Verbandesinsgesamt.

 

Über dieseVorstandsfunktion hinaus steht die Neubesetzung des Postens des Regionsbeauftragten für die Region Osnabrück an. Hier hat unser Kollege Thomas Grove jahrelange vorbildliche Arbeit geleistet, doch nun hat er seinenRücktritt von diesem Posten angekündigt. Wir würden uns daher über Bewerbungenaus der Region Osnabrück freuen.

Der dritte neu zu besetzende Vorstandsposten ist der des Regionalbeauftragten für die Region Hannover. Für diese Aufgabe hat sich als Kandidat dankenswerter Weise unser Kollege Dr. Axel Ehlers aus Hannover (s.o. Fortbildung zur Krise der röm.Republik) zur Verfügung gestellt.

 

Während des Historikertages Ende September in Mainz tagt die Delegiertenversammlung des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands, unseres Dachverbandes, zu der wir Niedersachsen sechs Delegierte entsenden. Diese Delegiertenversammlung ist insofern wichtig, als hier ein neuer Geschäftsführender Bundesvorstand, und das heißt auch ein neuer Bundesvorsitzender, gewählt wird. Es dürfte nicht ganz nebensächlich sein, wer neuer Bundesvorsitzender wird.


Trotzdieser weit ausgreifenden Vorgriffe in das nächste Halbjahr hinein wünschen wir Ihnen vorerst noch einmal gute Erholung während der Sommerpause und einen frischen Start am 3. September!

Es grüßen herzlich

Dr. MartinStupperich, Vorsitzender             

Dr. Hans-Joachim Müller, Stellv. Vorsitzender                   

Dr.Johannes Heinßen, Stellv. Vorsitzender

 

   
 Tagungsort Nordwolle/Delmenhorst 
 Tagungsort Nordwolle/Delmenhorst 
   
 

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