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Bundesverdienstkreuz für unsere Kollegin Karin Jabs-Kiesler

Unserer Kollegin, Frau Karin Jabs-Kiesler aus Osnabrück (Jg. 1939) wurde am 4. Oktober 2011 in Schloss Bellevue, Berlin, durch den Bundespräsident persönlich das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Vorrangig galt die Würdigung ihrem Wirken im kirchlichen Bereich, auch im Sinne der Oekumene, sodann dem Vorsitz in der Nussbaum-Gesellschaft sowie natürlich ihren kommunalpolitischen Aktivitäten (Frau Jabs-Kiesler ist seit vielen Jahren Bürgermeisterin in Osnabrück). 

Wir gratulieren der verdienten Kollegin zu dieser Auszeichnung sehr herzlich!

Im Vorfeld wurde auch der Niedersächsische Geschichtslehrerverband um eine Würdigung der Verdienste von Frau Jabs-Kiesler gebeten. Der Verbandsvorsitzende reichte im Mai 2011 folgende Stellungnahme ein:


Stellungnahme

zum Vorschlag der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Frau Karin Jabs-Kiesler, Osnabrück


Frau Jabs-Kiesler war Mitglied des Verbandsvorstandes von1988 bis 2003. Während dieser Zeit war sie die Regionalbeauftragte des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes für die Region Osnabrück und in dieser Eigenschaft Mitglied des Erweiterten Vorstands des Verbandes.


Die Region Osnabrück erforderte die Betreuung der Kolleginnen und Kollegen mit dem Fach Geschichte in den Gymnasien, aber auch in den Realschulen. Frau Jabs-Kiesler war für einen weit über Osnabrück hinausreichenden Landbereich zuständig, zu dem auch die Regionen Bentheim und Emsland gehörten.


Über den Bereich Osnabrück hinaus war sie vor allem in zweierlei Hinsicht tätig:

  1. Teilnahme an den Vorstandssitzungen, die an verschiedenen niedersächsischen Orten stattfanden. Dabei stand die Mitwirkung an den jährlichen Hauptversammlungen im Vordergrund.

  2. Die Vorbereitung und Organisation von Geschichtslehrertagungen, die niedersachsenweit ausgeschrieben worden waren. Vor allem dieser Einsatz erforderte ihre ganze Kraft. In besonderer Weise machte sie sich um die in Osnabrück stattfindenden Frühjahrstagungen 2003 und 2009 verdient. Auch in den Neunzigerjahren hatte es bereits niedersachsenweite Tagungen in Osnabrück gegeben, an denen sie federführend beteiligt war. Seitdem Frau Jabs-Kiesler Bürgermeisterin von Osnabrück war, stand dem Verband der Ratssaal im Osnabrücker Rathaus des Westfälischen Friedens zur Verfügung, der bei jeder Tagung bis auf den letzten Platz gefüllt war. Auch die Mobilität der Kolleginnen und Kollegen z.B. zum nahen Ausgrabungsort der Varusschlacht in Kalkriese wurde durch die kostengünstige Überlassung von Bussen der Stadt erleichtert. Ihre detaillierten historischen Ortskenntnisse ließ Frau Jabs-Kiesler in ausführliche Referate für die Kolleginnen und Kollegen zum Nutzen des davon profitierenden Unterrichts einfließen, wobei sie wissenschaftlichen Anspruch und kollegiale Kommunikation miteinander verband. Die Tatsache, dass sie bereit war, auch außerhalb einer Vorstandstätigkeit (2009) die Mühen einer Tagungsvorbereitung auf sich zu nehmen, zeigt, dass sie nie zögerte, das für den Verband, aber auch für die Stadt Osnabrück und das Fach Geschichte unmittelbar Notwendige zu tun.


Frau Jabs-Kiesler machte sich nicht zuletzt im Namen des Geschichtslehrerverbandes für die Stadt Osnabrück als Veranstaltungsort des alle zwei Jahre in einer jeweils anderen deutschen Universitätsstadt stattfindenden Historikertag stark. Es war geplant den Historikertag, den gemeinsamen vom Historikerverband, dem Zusammenschluss der wissenschaftlichen Historiker, und dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands getragenen wissenschaftlichen Kongress im Jahre 2006 in Osnabrück stattfinden zu lassen. Leider blieb diese mit hohem Aufwand von Seiten des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes betriebene Initiative aufgrund zu geringer Unterstützung der Universität Osnabrück ohne Erfolg, so dass der Kongress nach Konstanz vergeben wurde. Hier hatte Frau Jabs-Kiesler frühzeitig erkannt, welche Chance mit der Vergabe nach Onabrück verbunden sein würde.


Weniger im Rahmen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Vorstands des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes, aber natürlich im Sinne des Verbandes, als generell in ihrer Rolle als Osnabrückerin beteiligte sich Frau Jabs-Kiesler an der Vorbereitung der Aktivitäten zur Feier des 350. Jubiläums des Westfälischen Friedens von Osnabrück und Münster im Jahr 1998. Natürlich war dies ein Anlass, die Frühjahrstagung des Verbandes in diesem Jahr nach Osnabrück zu vergeben.


Frau Jabs-Kiesler übernahm am Ende der Amtszeit von Frau Oberstudiendirektorin Netzel als Verbandsvorsitzender 2002 die Laudatio auf die zu Verabschiedende. Bei ihrer eigenen Verabschiedung im November 2003 gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Rolf Ballof, dem ehemaligen Bundesvorsitzenden, und Dr. Eimers, dem Regionalvertreter für Oldenburg und Ostfriesland, wurden die Verdienste von Frau Jabs-Kiesler für den Niedersächsischen Geschichtslehrerverband durch den Vorsitzenden ausführlich gewürdigt. Er hob vor allem ihren intensiven Einsatz für den Niedersächsischen Geschichtslehrerverband hervor und unterstrich das sehr praxisnahe Engagement, das stets verbunden war mit einem sicheren Blick für das Nächstliegende, Vorrangige und Durchführbare.

Für diesen umfassenden Einsatz gebührt Frau Jabs-Kiesler aus der Sicht des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes die Auszeichnung durch Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Dr. Martin Stupperich
V
orsitzender NGLV

   
 Karin Jabs-Kiesler, Osnabrück 
 Karin Jabs-Kiesler, Osnabrück 
   
 

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