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2011.03: Rundbrief Sept. 2011

 

Rundbrief

des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes
September 2011

mit Einladung
zum Tag des Geschichtslehrers
am 3. November 2011 in Hannover 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


das Schuljahr ist jetzt einen Monat alt, die neuen Lerngruppen sind bekannt und die Planungsphase ist vorerst beendet, noch einen Monat weiter und die Herbstferien beginnen. Höchste Zeit also für den Septemberrundbrief mit den Informationen über die letzten Monate und die kommenden Vorhaben unseres Verbandes.


Wie gewohnt orientiert sich der NGLV in der Wahl der Themen für die Hauptvorträge der beiden großen Jahrestagungen an den jeweils gewählten Schwerpunktthemen für das Zentralabitur. War es auf der Frühjahrstagung in Lüneburg am 17. Mai das Thema Weltwirtschaftskrise, so ist für den zentralen Tag des Geschichtslehrers in Hannover das Thema Spanischer Kolonialismus geplant. Daneben wählt der Verband eigene Vortragsthemen, die sich entweder wie in Lüneburg an der Örtlichkeit orientieren (Hanse) oder wie demnächst in Hannover an der geschichtsdidaktischen Diskussion.

Großen Anklang fand in Lüneburg das regional- und stadtgeschichtliche Programm, das am Nachmittag zahlreiche Teilnehmer in die vier verschiedenen Workshops zog. Dieses Angebot sollte möglichst beibehalten werden. In Hannover ist die Stadt- und Landesgeschichte schon dadurch präsent, dass wir im Historischen Museum praktisch zwischen den Exponaten tagen.

Die Bedeutung der Regional- und Ortsgeschichte für den Geschichtsunterricht zeigt sich immer wieder und so auch in diesem Jahr an den Ergebnissen der Ausschreibung des Wettbewerbs um den Preis der Henning von Burgsdorff Stiftung. Fast die Hälfte der Beiträge bezieht sich auf die lokale Geschichte. Regelmäßig berichten die Kolleginnen und Kollegen von der deutlich gestiegenen Motivation der Schülerinnen und Schüler durch die räumliche Nähe des Untersuchungsgegenstandes und die Vertrautheit mit den Örtlichkeiten aus dem Alltagsleben. Dabei zeigen alle Beiträge, dass die Befassung mit historischen Vorgängen im Nahbereich nicht das Verharren im Kleinen bedeutet, sondern einen eigenen und besonders wirkungsvollen Weg zu den großen Linien der Geschichte darstellt. Eine Weiterverfolgung dieses regionalgeschichtlichen Zugriffs dürfte eine lohnende Aufgabe sein.

Es entspricht dieser Linie, wenn der Vorstand in Lüneburg beschlossen hat, dass der NGLV dem Niedersächsischen Heimatbund korporativ beitritt (Einzelmitgliedschaften sind dort ohnehin nicht möglich). Der NHB ist ein Dachverband aller Verbände, Vereine und Institutionen, die sich der Pflege der Regionalgeschichte, der Museen und Denkmäler, der Kulturlandschaften sowie des Umwelt- und Naturschutzes widmen. Dazu gehört auch die Befassung mit dem entsprechenden Schulunterricht und den darauf bezogenen Lehrplänen. Der NHB ist ein konstruktiv-kritischer Berater des Landes ebenso wie der Städte und Gemeinden, aber auch Anstoßgeber für wünschenswerte neue Entwicklungen. In Deutschland singulär ist das vom NHB entwickelte System der Roten und Weißen Mappe. Das bedeutet, dass der NHB in jedem Jahr alle Informationswünsche, Forderungen und Vorschläge aus seinen Reihen, aber auch Unzufriedenheiten und Kritiken gegenüber laufenden Entwicklungen oder Zuständen im Lande in Gestalt einer in einen roten Umschlag gebundenen Mappe der Staatskanzlei einreicht. Die Landesregierung beantwortet diese Wünsche bzw. Kritiken Punkt für Punkt in einer sog. Weißen Mappe. Damit ist grundsätzlich verbunden, dass der Ministerpräsident im Rahmen der Festversammlung jedes Niedersachsentages (nicht zu verwechseln mit dem „Tag der Niedersachsen“!) auf die vorgetragenen Punkte eingeht und persönlich dazu Stellung nimmt. Schon in den vergangenen Jahren hat der NGLV über die Fachgruppe Geschichte eigene Vorschläge und Kritiken in der Roten Mappe unterbringen können. Das betraf u.a. den Plan eines Hauses der Geschichte, den Protest gegen den geplanten Abriss des Landtagsgebäudes und in den letzten beiden Jahren die Kerncurricula für das Fach Geschichte. Zuletzt reichte der NHB eine ausführliche Forderungsliste zur Neufassung des Erlasses „Die Region im Unterricht“ ein. Als Mitglied ist der NGLV im Rahmen des NHB in den ihn interessierenden Punkten noch durchsetzungsfähiger.


Schon in Lüneburg hatte der Vorstand unseres Verbandes mit der Vorbereitung der zentralen Tagung im November begonnen. Für den Hauptvortrag am Vormittag zum Thema Spanische Kolonialismus konnten wir Prof. Osterhammel (Konstanz) zwar nicht gewinnen, er empfahl uns aber Prof. Pietschmann (Hamburg), der den Vortrag nunmehr auch halten wird. Für den zweiten Vortrag über das Thema Quellenarbeit im Unterricht konnten wir auf Anhieb Prof. Pandel (Halle) gewinnen. Wie auch in den früheren Jahren haben wir für den Nachmittag zuerst die Preisverleihung der Burgsdorff-Stiftung und danach zwei Workshops vorgesehen.


Die Jahreshauptversammlung des NGLV in Gestalt der im Anschluss an die Workshops stattfindenden Mitgliederversammlung steht in diesem Jahr im Zeichen der Neuwahl des Vorstands. Wer also für den Vorstand unseres Verbandes kandidieren möchte oder dem neuen Vorstand Entscheidendes mit auf den Weg geben möchte, möge sich dort einfinden. Wichtig ist im Rahmen der Mitgliederversammlung stets auch die Berichterstattung des Vorsitzenden über das abgelaufene Jahr und die Debatte darüber, aus der sich dann neue Ansätze für die kommende Verbandsarbeit ergeben können. Zudem trägt die Schatzmeisterin den Kassenbericht vor und erhält von der Mitgliederversammlung einen Haushaltsentwurf für die kommende Arbeitsperiode.


Wie in jedem Jahr und bei jeder großen Tagung unseres Verbandes werden wieder die bekannten Schulbuchverlage ihre Neuerscheinungen präsentieren. Wir werden genügend Zeit für die ungestörte Sichtung dieser Auslagen und Gespräche mit den Verlagsangestellten einräumen.

Für alle, die früh und von weit her anreisen, werden wir wie gewohnt ein Kaffee-/Tee- und Brötchen- oder Kuchenangebot vorhalten. Träger dieses Angebots ist der Museumsverein.

Bitte melden Sie sich möglichst frühzeitig für die Tagung an. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre trafen die meisten Anmeldungen erst wenige Tage vor dem Veranstaltungsbeginn ein, so dass der eigentliche Zweck der Anmeldung, nämlich sinnvoll planen zu können, nicht erreicht werden konnte. Es fängt ja schon damit an, dass der Museumsverein nicht weiß, wie viel er für die Pausenverpflegung einkaufen soll.

Wer eine Teilnahmebescheinigung benötigt, kann sich beim Einchecken am Tresen bedienen.


Sofern Nichtmitglieder teilnehmen, wird am Tresen ein Beitrag von 3,- € als Museumseintritt fällig, der für die Mitglieder vom Verband getragen wird.

Da diese Verrichtungen bei der Ankunft Zeit benötigen, bitten wir darum, nach Möglichkeit frühzeitig einzutreffen.


Wir möchten Sie auch noch auf einige Veranstaltungen hinweisen, die von Interesse sein können:

  • Am 13. Oktober wird in Osnabrück eine Präsentation des gerade erschienenen Bandes 1 des deutsch-französischen Geschichtsbuchs (Klett) stattfinden. Die Veranstaltung beginnt mit einem Empfang im Friedenssaal des Rathauses. Im Anschluss daran erfolgt eine Vorstellung des Buchs im Kulturhistorischen Museum. Im Zusammenhang damit steht eine Abendveranstaltung am Abendgymnasium Sophie Scholl, wo ein Vortrag zum aktuellen Stand der deutsch-französischen Beziehungen gehalten wird. Dafür konnten Prof. Etienne François und Dr. Rainer Riemenschneider gewonnen werden. Die Veranstaltung wird auch offiziell als Lehrerfortbildung gewertet.

  • Ebenfalls in Osnabrück findet zur Zeit eine Ausstellung im Erich-Maria Remarque-Friedenszentrum unter dem Titel „Jene wahre Hölle – Hiroshima – Nagasaki 1945“ statt. Sie schließt am 6. November. Website: http://www.remarque.uos.de/ => Aktuelles

  • Am 7. November 2011 findet im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen eine vom Land Niedersachsen getragene ganztägige Veranstaltung über das Thema „Flucht und Vertreibung im Schulunterricht“ statt (Tagungsort: Landesaufnahmebehörde Niedersachsen). Die Tagung beginnt um 9.30 Uhr und endet um 16.00 Uhr. Es wird u.a. Workshops über Zeitzeugen im Geschichtsunterricht, Schlesier in Niedersachsen und die Problematik der Integration geben. Eingeleitet wird die Tagung mit einem Vortrag über die Aufarbeitung in Film und Fernsehen und die mögliche Nutzung von ZDF-Filmmaterial im Unterricht. Am Schluss wird ein Rundgang über das Gelände des Grenzdurchgangslagers Friedland angeboten. Einladung und Anmeldung unter: www.politischebildung.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=1849&_psmand=8


Abschließend weisen wir auf die neuen offiziellen Hinweise zum Zentralabitur 2014 hin, die Sie auf der Verbandshomepage des NGLV verlinkt finden. Hier folgen die ergänzenden Hinweise für die einzelnen Semester:


1.Schulhalbjahr: Pflichtmodul: Wahlmodul 1: Krise(n) der römischen Republik seit dem 2. Jh. v.Chr.

2.Schulhalbjahr: Pflichtmodul: Wahlmodul 5: Spanischer Kolonialismus

3.Schulhalbjahr: Kernmodul (Konkretisierung): Deutschlands Weg in den Nationalsozialismus – ein Sonderweg? Pflichtmodul: Wahlmodul 6: Nationalsozialismus und deutsches Selbstverständnis

4.Schulhalbjahr: Nationale Gedenktage: u.a.12. Oktober in Spanien, 27. Januar in Deutschland als inhaltliche Vorgabe.

So viel fürs Erste. Wir würden uns freuen, Sie alle in großer Zahl am 3.November in Hannover begrüßen zu können.

Dr. Martin Stupperich, 1. Vorsitzender NGLV
Dr. Wieland Sachse,
2. Vorsitzender NGLV

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Einladung

zum

Tag des Geschichtslehrers


am 3. November 2011

im Historischen Museum in Hannover


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,


hiermit lade ich ein zur Zentralen Tagung des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes (NGLV) in der Landeshauptstadt am 3. November 2011 im Historischen Museum am Hohen Ufer (Pferdegasse).


Als Programm ist vorgesehen:


8.30 Uhr Eintreffen der Teilnehmer/innen; Kaffee/Tee


9.00 Uhr Begrüßung durch den Direktor des Museums, Herrn Dr. Schwark

9.05 Uhr Begrüßung durch den Landesvorsitzenden, Dr. Martin Stupperich


9.15 Uhr Spanischer Kolonialismus
Referent: Prof. Dr. Horst Pietschmann (Hamburg/Köln)
10.15 Uhr Diskussion zum Vortrag


10.45 Uhr Pause


11.00 Uhr Quellenarbeit im Geschichtsunterricht heute
Referent: Prof. Dr. Hans-Jürgen Pandel (Halle)
12.00 Uhr Diskussion zum Vortrag


12.30 -13.45 Uhr Mittagspause


13.45 Uhr Preisverleihung der Burgsdorff Stiftung und Vorstellung der preisgekrönten Arbeiten bzw. Projekte mit Erläuterungen
Dr. Martin Stupperich


14.30 Uhr Workshops:

Theorien als Grundlage und Gegenstand des Geschichtsunterrichts
Referent: Dr. Johannes Heinßen (Stade)

Parallel

Aufsatzformen im Geschichtsunterricht und deren Training
Referent: Wolfgang Münchehagen (Tostedt)

15.30-16.30 Uhr Mitgliederversammlung des NGLV mit Vorstandswahlen




 

 

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