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2011.01: Rundbrief Februar 2011

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


der Februar ist gemeinhin die ruhigere Phase nach dem Halbjahrssturm, auch wenn die Elternsprechtage an den meisten Schulen gleich mehr als einen Nachmittag in Anspruch nehmen. Dennoch hoffen wir, dass Sie die Zeit finden, diesen Rundbrief zu lesen.

Der Dezemberrundbrief befasste sich fast ausschließlich mit dem Tag des Geschichtslehrers in Hannover Anfang November mit den Vorträgen von Prof. Kaufmann und Werner Heil am Vormittag und den Angeboten ZA-Vorbereitung (Christian Werner) und Körber Stiftung (Annette Puckhaber) am Nachmittag. In diesem Rundbrief soll nun von der weiteren fachinhaltlichen und verbandsbezogenen Entwicklung die Rede sein:

Im Vorstand der mit uns eng zusammenarbeitenden Henning von Burgsdorff Stiftung, die sich die Förderung des Geschichtsunterrichts auf die Fahne geschrieben hat, hat es, wie schon berichtet, mit dem Beginn des neuen Jahres einen Wechsel gegeben. Seit der Gründung der Stiftung war Frau Brigitte Netzel, damals Leiterin des Gymnasiums Elsa-Brändström-Schule in Hannover, Vorsitzende des Stiftungskuratoriums. Sie hatte der Stiftung und ihrer Arbeit eine klare und unverwechselbare Ausrichtung gegeben: Neben der Förderung von Tagungen und besonderen auf den Geschichtsunterricht bezogenen Vorhaben sollten jährlich Preise vergeben werden. Ausdrücklich sollten die Preisträger einmal nicht Schüler, sondern verdiente Lehrerinnen und Lehrer sein. Die Stiftung hat sich der Förderung einer Kultur der Anerkennung verschrieben. Gerade der Lehrerberuf genießt landesweit zu wenig Anerkennung, und sollte sie vorhanden sein, wird sie oft (z.B. von Eltern oder von Vorgesetzten oder gar der Schulbehörde) nicht geäußert. Um dem ein wenig abzuhelfen, vergibt die Burgsdorff Stiftung in jedem Jahr im Rahmen des Tages des Geschichtslehrers Preise an mehrere Kollegen, die interessante und weiterführende Unterrichtsprojekte durchgeführt haben. Die Bewerbungsunterlagen für die nächste Runde gehen in den nächsten Tagen an die Schulen heraus und stehen außerdem im Netz.

Mit dem Beginn des Jahres 2011 übernahm der Vorsitzende des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes den Vorsitz des Kuratoriums der Burgsdorff Stiftung. Außerdem wurde der Schriftführer im Geschäftsführenden Vorstand des NGLV, Dr. Johannes Heinßen, als Beisitzer in den Burgsdorff-Vorstand berufen. Durch diese Personalunion ist die weiterhin gute Zusammenarbeit des NGLV und der Stiftung programmiert.


Inzwischen befindet sich der endgültige offizielle Wortlaut des Kerncurriculums Geschichte für die Oberstufe im Netz. Sie finden den Text auf der Homepage des NGLV verlinkt (Landesverband => C. Aktuelles), so dass das gemeinhin umständliche Suchen auf der Homepage des Ministeriums unterbleiben kann.

Der den Endstand darstellende Text vom Februar 2011 ist im Wesentlichen der gleiche wie der Text vom November 2010. Eine Wiederholung unserer Kritik ersparen wir uns, denn es ist alles gesagt worden.

Statt der bisherigen Thematischen Schwerpunkte erscheinen in Zukunft lediglich noch Hinweise zum Zentralabitur. Der Hinweis für das ZA 2013 ist bereits erschienen und kann auf der Verbandshomepage per Link aufgerufen werden (LV => D. Börse für den GU). Danach ist das Thema „Die Weltwirtschaft in der Krise“ zum Pflichtmodul erhoben worden. Viel mehr zum Thema, absehen von den darunter aufgeführten drei Stichworten, ist nicht zu entnehmen. Wie gesagt - die Zeit der Thematischen Schwerpunkte gehört der Vergangenheit an.

Der NGLV stellt sich jetzt auf die neue Situation ein und versucht den Kolleginnen und Kollegen durch das Angebot von Handreichungen zu den Pflichtmodulen Hilfestellung zu geben. Wie diese Handreichungen aussehen könnten, dazu hat eine Kommission des Vorstands unseres Verbandes gerade in Lüneburg getagt. Der Schwerpunkt der kommenden Handreichungen wird auf den Kernmodulen und den Möglichkeiten ihrer Ausgestaltung durch einschlägige Inhalte bis hin zu Vorschlägen für den Einsatz konkreter Texte im Unterricht liegen. Zudem wird es um die Skizzierung von Verbindungslinien zwischen den Kernmodulen und den Pflichtmodulen gehen.

Das auf der Verbandshomepage einsehbare Angebot einer Handreichung zur Frühen Neuzeit (LV => D. Börse für den GU) bezieht sich auf den im Augenblick unterrichteten Thematischen Schwerpunkt zur Frühen Neuzeit, der von seiner ganzen Anlage her dringend einer Korrektur bedarf. Dazu hatte Prof. Kaufmann in Hannover am 3. November alles Notwendige gesagt. Die Handreichung versucht diese Hinweise von Kaufmann aufzunehmen und mit unterschiedlichen Materialangeboten als Umsetzungshilfe zu versehen.


Zu der neuen, ganz anderen Form von Handreichungen auf der Basis des neuen KC wird es einen Beitrag auf der Frühjahrstagung des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes am 17. Mai 2011 in Lüneburg geben.


Die Frühjahrstagung des NGLV, organisiert und vorbereitet von unserem Regionalreferenten Herrn Dr. Plath, orientiert sich an mehreren Vorgaben:

  • Nach recht langer Beschäftigung mit den Problemen der Oberstufe und des Abiturs soll die Mittelstufe inhaltlich wieder zu ihrem Recht kommen.

  • Lüneburg bereitet den 32. Internationalen Hansetag vor (600-jähriges Jubiläum des 1. Hansetages in Lüneburg 1412).

  • Lüneburg ist eine der traditionsreichsten niedersächsischen Städte und blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück, was für den Tagungsablauf nicht ganz unerheblich sein kann.


Aus diesen Vorgaben ergab sich folgerichtig ein Programm für den Ablauf der Tagung, das in den Grundzügen schon im Rahmen der Mitgliederversammlung am 3. November beschlossen wurde, das aber im Detail erst am 31. Januar bei dem o.a. Kommissionstreffen in Lüneburg endgültig Gestalt annahm. Danach soll das für den Mittelstufenunterricht wichtige Thema „Hanse“ im Zentrum stehen. Mit Lüneburg als Hansestadt, aber auch als in vielen Gebäuden erhaltener mittelalterlichen Stadt ist es möglich, wichtige Aspekte der Stadtgeschichte und der Geschichte der Entwicklung von Handel und Gewerbe in Deutschland und Nordeuropa, die für den Mittelstufenunterricht zentral sind, zu berühren. Daher hat der Hauptvortrag von Prof. Selzer aus Hamburg die Hanse als Thema.

Dennoch bleibt der neue Oberstufenunterricht nach Einführung des neuen KC und die Vorbereitung auf das ZA weiterhin ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grunde haben wir für die spätere Vormittagszeit einen weiteren Vortrag eingeplant, der die Weltwirtschaftskrise sowie die Theorien von Keynes und Schumpeter zum Thema hat.

Parallel gibt es das Angebot, allgemeine Fragen zum KC und zur Umsetzung an ein KC-Kommissionsmitglied zu stellen..

Der Nachmittag ist vier Arbeitsgruppen gewidmet, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven alle im weiteren Sinne mit der Hanse in Lüneburg befassen. Der genaue Wortlaut der Vortrags- bzw. Arbeitsgruppen-Themen findet sich auf der Übersicht über den Tagungsablauf. 


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Einladung

zur

Frühjahrstagung des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes (NGLV)

am 17. Mai 2011

im Rathaus der Stadt Lüneburg, Fürstensaal


Tagungsablauf:


ab 09.00 Uhr Ankommen, Anmeldung am Tresen, Besichtigung der Verlagsauslagen mit den Neuerscheinungen

10.00 Uhr Begrüßung
Dr. Gerhard Scharf (Bürgermeister der Stadt Lüneburg)

      10.07 Uhr Begrüßung
       Dr. Martin Stupperich (Vorsitzender NGLV)

10.15 Uhr Hauptvortrag: Die Hanse - zum Stand ihrer Erforschung und zu ihrem Platz im öffentlichen Bewusstsein
Prof. Dr. Stephan Selzer (Hamburg)

11.00 Uhr Diskussion

11.15 Uhr Kaffeepause

11.45 Uhr  Weltwirtschaft in der Krise - die Lösungsmodelle von Keynes und Schumpeter
Prof. Dr. Gerold Ambrosius, Siegen (angefragt)
        

Parallelangebot: Fragen zur Umsetzung des KC und zur Prüfungsaufgabenstellung im ZA
StD Peter Heldt (angefragt)

12.45 Uhr Mittagspause (parallel: Verbandsvorstandssitzung)


14.00 Uhr Arbeitsgruppen:

1. Dr. Edgar Ring (Stadtarchäologe Lüneburg): Archäologische Funde als Spiegelbild. Lüneburger Handelsbeziehungen zur Spätzeit der Hanse (Museum Lüneburg)

     2. Dr. Christian Lamschus (Direktor des Deutschen Salzmuseums): Salz, Arbeit, Technik: Die Lüneburger Saline und ihre Folgen für die Hansestadt und ihre Region (Deutsches Salzmuseum)

     3. Dr. Thomas Lux (Stadtarchivar): Wehrhaftes Bürgertum: Militärische Präventionsmaßnahmen der Hansestadt Lüneburg im 14. und 15. - anhand von Quellen des Lüneburger Stadtarchivs

4. Dr. Joachim Mähnert (Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums): Das Erbe der Hanse. Grenzüberschreitende Kultur- und Vermittlungsarbeit im Ostpreußischen Landesmuseum (Ostpreußisches Landesmuseum)

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Der Tagungsort ist das berühmte Lüneburger Rathaus mit seiner wechselvollen Geschichte. Es ist mittlerweile die vierte Frühjahrstagung, die der Geschichtslehrerverband im Lüneburger Rathaus abhält. Der Bürgermeister wird eine Begrüßungsansprache halten. Mindestens eine der Arbeitsgruppen wird das Rathaus näher thematisieren.

Auch bei dieser Tagung werden die Verlage wieder ihre Stände aufbauen. Vor Beginn der Veranstaltung, während der Kaffeepause und in der Mittagspause wird ausreichend Gelegenheit sein, sich die Neuerscheinungen der Schulbuchverlage näher anzusehen. Vor allem wird es Gelegenheit geben, sich über die jeweiligen Konzepte der einzelnen Verlagshäuser im Blick auf die Umsetzung der Vorgaben des neuen KC an den Ständen zu informieren. Gerade an dieser Stelle hatten die Verlage große Schwierigkeiten gesehen, sind mittlerweile aber wohl zu bestimmten Lösungen gekommen.


Es ist eine wichtige Forderung unseres Verbandes an Vorgaben von staatlicher Seite, dass diese sich stets auf der Höhe des wissenschaftlichen Forschungsstandes bewegen, was leider allzu oft nicht der Fall ist. Der NGLV versucht seinerseits dazu beizutragen, den Forschungsstand für den Geschichtsunterricht wirksam werden zu lassen, in dem er namhafte Wissenschaftlicher, auch solche der jüngeren Generation, im Rahmen seiner Tagungen zu Wort kommen lässt. Dies geschieht auch in Lüneburg durch die beiden Vortragenden.

Es wäre gut, wenn möglichst viele Kolleginnen und Kollegen die Gelegenheit wahrnähmen, die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Hanseforschung kennen zu lernen und dann auch entsprechend in ihren Unterricht einfließen zu lassen. Aber auch diejenigen, die für die kommenden Oberstufenhalbjahre gut gerüstet sein wollen, werden diese Tagung nicht ergebnislos verlassen.

Wir würden uns freuen, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen in Lüneburg wiederzusehen.


Mit besten Grüßen

Dr. Martin Stupperich, Vors. des NGLV 
Dr. Wieland Sachse, stellv.Vors. des NGLV

 



 

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