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2007.01: Rundbrief Febr./März 2007

Rundbrief Februar/März 2007

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

das Jahr 2007 wird sehr stark von der Ablösung der Rahmenrichtlinien durch die neuen Kerncurricula bestimmt sein. In dieser Sache spielt unser Verband eine wichtige Rolle und Ihre Mithilfe als Verbandsmitglieder ist ausdrücklich erwünscht.

 

Dennoch wird auch die interne Arbeit unseres Verbandes im Jahr 2007 in gewohnter Weise fortgesetzt, wenn auch  kostenbewusster. Die niedersächsischen Regionen werden Fortbildungs­angebote als Ersatzleistungen für die zurück­gefahrene staatliche Fortbildung vorbereiten. Bislang wurde von den Regionalbeauftragten unseres Verbandes über eine mehr als zufrieden stellende Beteiligung an den Fortbildungs­veranstaltungen berichtet.

 

Leider sind wir nicht in der Lage, alle Regionen in gleicher Weise zu bedenken. Dies liegt an organisatorischen Schwächen unseres Verbandes, die nach wie vor in zwei Regionen, nämlich in Hameln und in Braunschweig, bestehen. In diesen Bereichen fehlt es nicht an Mitgliedern, aber an der Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die Region. Ich kann Ihnen versichern, dass die Regionalbeauftragten für die Durchführung von anfallenden Arbeiten wie den Versand von Einladungen die Hilfe der Zentrale in Hannover in Anspruch nehmen können. Durch diese Kooperationsmöglichkeiten hält sich die Zusatz­arbeit der Regionalbeauftragten in vertretbaren Grenzen. Ich bitte die Mitglieder in den beiden Regionen Hameln und Braunschweig daher ernsthaft, sich in ihren Regionen nach geeigneten Regional­beauf­tragten umzusehen, um der regionalen Verbandsarbeit Kontinuität zu verleihen.

 

Damit den beiden genannten Regionen Auftrieb gegeben wird, wurde bereits 2005 die Frühjahrstagung des Verbandes in Hameln im Weserberglandzentrum durchgeführt. Getragen war diese Tagung vom Landesverband, ohne dass es gelungen wäre, eine(n) Hamelner Kollegin/ Kollegen für die Mitarbeit zu motivieren. Im kommenden Frühjahr findet die Tagung in Braunschweig statt und wir hoffen dort erfolgreicher zu sein.

 

Die Frühjahrstagung 2007 wollen wir in Aurich durchführen, um auch die Regionen der niedersächsischen Peripherie stärker in die Verbandsarbeit einzubeziehen. Zen­trales Thema soll dort der Vergleich der Bildungs­standards des Bundes­verbandes mit dem Niederländischen Geschichts­kanon sein. Wir kümmern uns aber auch bei dieser Tagung um ein Thema der aktuellen  Themenfolge für das Zentral­abitur und um ein methodisches Thema. Die Einladung nach Aurich finden Sie in diesem Rundbrief.

 

Die Zentraltagung 2007 in Hannover findet wieder Anfang November im Historischen Museum am Hohen Ufer statt. Der genaue Termin muss noch mit den Planungen des Museums abgestimmt werden und wird spätestens im nächsten Rundbrief mitgeteilt. Schon jetzt steht fest, dass diese Tagung mit einer Führung durch die neue Ausstellung des Museums über die Göttinger Sieben verbunden sein wird. Die genaue Thematik dieser Zentraltagung wird der Erweiterte Vorstand auf seiner nächsten Sitzung festlegen.

 

Inzwischen ist die Diskussion über das Haus der Geschichte des Landes Niedersachsen, die der Niedersächsische Geschichtslehrerverband initiiert hatte, in ein neues Stadium getreten. Während von staatlicher Seite bislang außer dem Landtag auch das Wissenschafts­mini­sterium einbezogen war, ist es jetzt gelungen, auch die Landeshauptstadt für das Vorhaben zu interessieren. Dieses konstruktive Interesse ist für die Frage der langfristigen Finanzierung des Vorhabens von großer Bedeutung. Es wird also möglicherweise auf eine Kooperation von Land und Landeshauptstadt in dieser Sache hinauslaufen. Die Gebäudefrage spielte in der bisherigen Diskussion eine ent­scheidende Rolle. Da der Landtag im bisherigen Forum des Landesmuseums gegenüber der Marktkirche Eigenbedarf anmeldete, musste diese Option fallen gelassen werden. Die neuen Lösungs­vorschläge sind bislang vertrau­lich. Ich darf aber schon jetzt sagen, dass das schließliche Ergebnis besser sein wird als die ursprünglich ins Auge gefasste Lösung. Es ist möglich, dass bereits am 28. September beim 2. Tag der Landes­geschichte im Nieder­sächsischen Land­tag konkrete Perspektiven vorgestellt werden können. Fest steht bereits, dass unser Verband an diesem Tag eine Präsentation über das Haus der Geschichte des Landes Niedersachsen in der Wandelhalle zwischen Plenarsaal und Leibnizsaal zeigen wird.

 

Um beim Landtag zu bleiben: Der Niedersächsische Geschichtslehrerverband hatte vor einiger Zeit beschlossen, stell­vertretend für die aufgelöste Landes­zentrale für politische Bildung den Schülerwettbewerb des Landtags zu begleiten. Inzwischen ist die verglichen mit früheren Zahlen durchaus nennenswerte Zahl von 35 Beiträgen unterschiedlichster Art (Einzelteilnehmer und Gruppen) zusammengekommen und die Jury hat die Ergebnisse gesichtet. Was an Beiträgen vorliegt, zeigt ein beachtliches Niveau. Es ging bei diesem Wettbewerb um die Erforschung erster parlamentarischer Schritt in der Phase 1945 ? 1947. Es geht also um die Wege zur Begründung eines demokratischen und parlamentarischen Nieder­sachsen, das 2006 sein 60-jähriges Bestehen feiern konnte.

Aus der Gruppe der 35 Teilnehmergruppen und Teilnehmer werden 10 Siegerbeiträge ermittelt, deren Autoren dann Anfang Mai nach Hannover eingeladen werden, um die Preise aus der Hand des Landtags­präsidenten entgegenzunehmen. Die Sieger­gruppen werden vom Landtags­präsidenten gebeten, ihren Beitrag in Form einer Präsentation in der Portikushalle des Landtagsgebäudes dar­zustellen. Über die konkrete Gestalt dieser Ausstellung wird noch verhandelt.

 

Drei Vorstandsmitglieder des Landes­verbandsvorstands gehören jetzt ? wie berichtet ? der vom Kultusminister berufenen fünfköpfigen Kern­curriculum­kommission Gymnasium an. Es sind die beiden Unterzeichnenden und Herr Oberstudien­direktor Martin Thunich. Die ersten beiden Sitzungen fanden bereits statt. Die Gesamtkommission besteht aus Vertretern der drei Schulformen. Der grundsätzliche Vorspann wird in den Texten für die drei Schulformen jeweils identisch sein, die Formulierungen für die Kompetenzbereiche werden jedoch auf die Schulform bezogen ausfallen. Es zeichnet sich deutlich ab, dass die gymnasiale Darstellung der Kompetenz­bereiche eine weitgehend andere Gestalt haben wird als die Entfaltung der Kompetenz­bereiche für die Hauptschule und die Realschule. Die fertigen Kerncurricula für unser Fach sollen im Herbst vorliegen.

Bereits jetzt aber ist es wichtig zu wissen, dass die Kerncurricula nicht lediglich für die Jahrgänge 5 ? 9, sondern für die Jahrgänge 5 ? 10 entwickelt werden. Offiziell soll die Oberstufe mit dem zweiten Halbjahr der Klasse 10 beginnen. Für das zweite Halbjahr wird nicht eigens ein gesondertes Curriculum entwickelt.

 

Die Arbeit am Kerncurriculum für das Gymnasium basiert auf dem Text, der vom Verband der Geschichtslehrer Deutsch­lands unter Federführung unseres nieder­sächsischen Landesverbandes aus­ge­arbeitet worden ist. Die Fach­konfe­renzen der Gymnasien haben den Text erhalten mit der Bitte, eine Stellung­nahme dazu an den Landesverband gelangen zu lassen, damit das Ergebnis der Kerncurriculum-Entwicklung die konkrete Unter­richts­praxis im Blick behält. Wir danken all denen, die als Sprecher ihrer Fach­konferenzen bereits geantwortet haben. Zum Teil konnten diese Ergebnisse schon berücksichtigt werden. Es wäre jedoch sehr zu wünschen, dass noch mehr Fach­konferenzen von der Möglichkeit der Einfluss­nahme Gebrauch machten. Sollte Ihnen der Text nicht oder nicht mehr vorliegen, so finden Sie ihn auf der Internetseite sowohl des Bundes­verbandes wie auch des Niedersächsischen Landes­verbandes.

 

Unten abgedruckt finden Sie die vorläufige Tagesordnung für die bevorstehende Frühjahrs­tagung des Niedersächsischen Geschichts­lehrer­verbandes am 17. April 2007 in Aurich. Auch Nichtmitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Angesichts der sehr gebeutelten Verbands­kasse, ist es uns nicht mehr möglich, Verbands- und Fortbildungs­tagungen unentgeltlich anzubieten. Die Mitglieder­versammlung hatte im Novem­ber be­schlossen, von allen Teilnehmern 5 ? als Tagungsbeitrag zu erheben, was sich im Vergleich zu anderen Tagungen, die Tagungs­beiträge von weit über 100 ? erheben, als außerordentlich bescheiden darstellt. Diese Entscheidung ist aus der Not geboren. Unser Einsatz als Verband anstelle des Staates, der sich weitgehend aus der fachlichen Fortbildungsarbeit zurückgezogen hat, ent­sprach einem verbreiteten Bedürfnis, was sich aus den Teilnehmerzahlen ablesen ließ.

 

Viele Teilnehmer verhielten sich allerdings so, als seien sie auf einer vom Land zu verant­wortenden Tagung, denn es wurde bei der Anmeldung am Tresen der Zentraltagung in Hannover z.T. der Anspruch auf Unentgeltlichkeit erhoben und dies von Einzelnen sogar mit leicht gereiztem Unterton, obwohl es lediglich um 3 ? ging.

 

Bitte machen Sie in Ihren Fachkonferenzen darauf aufmerksam, dass die weitere Fortbildungsarbeit des Verbandes, die inzwischen einen erheblichen Umfang angenommen hat, nur noch möglich ist, wenn die Teilnehmer in bescheidenem Rahmen finanziell dazu beitragen und allen klar ist, dass die von den Kolleginnen und Kollegen, die Verbandmitglieder sind, aus eigener Tasche zusammengetragene Verbands­kasse nicht vom Kultusminister verwaltet wird. Das bedeutet, dass alle sich der Tatsache bewusst sein müssen, dass unsere Veranstaltungen letztlich Selbst­hilfeaktionen sind.

 

In der Hoffnung, Sie in möglichst großer Zahl in Aurich bei unserer Frühjahrstagung begrüßen zu können, grüßen vielmals

 

Ihre

 

Dr. M. Stupperich                    Dr. W. Sachse
1. Vorsitzender                        2. Vorsitzender

 

 


 

Einladung

 

zur Frühjahrstagung

des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes

am 17. April 2007 in Aurich

 

Tagungsort:

Landschaftssaal der Ostfriesischen Landschaft, Georgswall

 

Tagungsablauf

 

9.00 Uhr                       Anreise

Kaffee, Tee

 

9.30 Uhr                       Begrüßung

                                   Dr. h.c. Walter Schulz (Landschaftsdirektor)

                                   Dr. Martin Stupperich (1. Vors. VGD,  LV Niedersachsen)

 

9.45 Uhr                       Nach der Übernahme der Niederländischen Schulinspektion in Niedersachsen: Müssen wir auch im Geschichtsunterricht von den Holländern lernen?

 

Vortrag I: Der Niederländische  Geschichtskanon

                                   (Niederländischer Referent angefragt)

 

10.45 Uhr                      Vortrag II: Die Bildungsstandards des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands

                                    Dr. Martin Stupperich, Hannover

 

11.15 Uhr                      Kaffee/Tee-Pause

 

11.45 Uhr                      Empfang der Teilnehmer im Ständesaal durch Herrn Landschaftspräsidenten Helmut Collmann

 

12.30 Uhr                      Mittagspause

                                    (Während der Mittagspause: Sitzung des Erweiterten Vorstands des Landesverbandes)

 

14.00 Uhr                      Vortrag zum Schwerpunktthema  ?Spätmittelalter? des Zentralabiturs 2009

                                    Prof. Dr. Peter Aufgebauer, Göttingen

 

15.00 Uhr                      Geschichte im Seminarfach der Oberstufe

                                    StD Heinz-Peter Platen, Neuenhaus

 

16.00 Uhr                      Ende der Tagung

 

 

Ausstellungen der Schulbuchverlage finden Sie im Vorraum des Landschaftssaales

 

Wir bitten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich bei der Verbandsleitung per E-mail oder Post für die Tagung anzumelden!

   
 Tagungsort der Frühjahrstagung: Die Landschaft in Aurich 
 Tagungsort der Frühjahrstagung: Die Landschaft in Aurich 
   
 

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